HUDU

Gekonnt coachen


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Februar 2009

Beschreibung

Beschreibung

In dem Buch geht es um Freiheit. Die Freiheit direkter, unabhängiger und kraftvoller zu arbeiten. Dies erfordert vom Coach ein Höchstmaß an persönlicher Klarheit und verlässlichem Know-how über Coaching und Coachingsysteme. Das Buch vermittelt Expertenwissen über gehirngerechtes-neuroduales Coachen, erklärt unerlässliche Rahmenbedingungen und geheime Spielregeln. Im ersten Teil des Buches werden exakte Formate, hilfreiche Abfolgen, Strukturen und neue Modelle für die Präzision im Coaching bereitgestellt. Zu wissen, was ich tue, ist die Grundlage für Klarheit und Professionalität als Coach. Der zweite Teil bietet ein für das Coaching völlig neues, aber eigentlich unerlässliches Werkzeug: die Pro-vokation. Das pro-vokative Coaching setzt ungeahnte Kräfte und Energien bei Coach und Klient frei. Pro-vocare im Sinne von hervorrufen, hervorlocken ist eine Anleitung zum un"verschämt" sein und ermöglicht die im Coaching so wichtige emotionale Relevanz und geistige Flexibilisierung.

Inhaltsverzeichnis

Coachen mit Präzision und Pro-vocation Neuroduales Coaching (NDC) Coaching ist, was man draus macht? Das Projekt "Veränderung" in Therapie und Business "Return on coaching" Work versus Life oder Work-Life Coaching? Relevante Coachingthemen Präzision Coachingkultur = Unternehmenskultur? Ein gutes Coaching braucht einen guten Coachee! Consulting - Teaching - Coaching: Was ist was? Klarheit beim Kontextwechsel Das Produkt Coaching erklären Happy beginnings for happy ends - präzise Aufträge Geheime Wünsche - verdeckte Motive Neun Stolperfallen für den Coach Wann lehne oder gebe ich ein Coaching ab? Damit der Start stimmt Veränderungsüberzeugungen - WAGE ES Der Coachingprozess Hirnforschung fürs Coaching - Thema Emotionalisierung Die Steuerung der Betriebstemperatur - Neuroduales Vorgehen Wichtige Grundlagen für einen guten Coach Sprache als wichtigstes Prozesswerkzeug Change-Talk - Sprache der Veränderung Coachinghandwerk - unverzichtbare Fragetypen Gute Formulierungen sind Freunde des Ziels Informationen jenseits des Inhalts Rapport ist nicht gleich Rapport - 4-Stufen-Konzept Rapporthilfen - starke Gefühle und Übertragungen Pro-vocation Der Coach und seine Wahlmöglichkeiten Inhaltsabstinenz im Coaching? Feedbackmangel im Business Ist pro-vocative Kommunikation schwer? Vorteile des pro-vocativen Coachings Anforderungen an den pro-vocativen Coach Wie kann ich das Pro-vocative Coaching in meinen persönlichen Coachingstil einbauen? Rapport und Pro-vocation - geht das gut? Von der Problemtrance zur Veränderungstrance Der neue Blickwinkel: Wie muss ich denken? Zehn Wege zur pro-vocativen Intervention Kriterien für erfolgreiche pro-vocative Kommunikation Pro-vocative Werkzeuge und Formate Metaprogramme - Pacen und Polarisieren Double-Trouble-Mix Logische Kategorien wechseln - das Rein-Raus Modell Interaktionelle Pro-vocation - Rollenübernahme durch den Coach Wie sag ich es nur? Erste-Hilfe-Kurs für die Pro-vocation Vielleicht wird ja doch alles gut - Waschzettel für Coaches Zum Umgang mit Macht Coachingqualität sichern Integre Coaches - integre Coachings Spickzettel für die Präzision Kleine Schule der Veränderung - die 3 Freiheiten und die WAGE-ES-Kriterien Das K.A.I.S.E.R.I.N.-MODELL Die 15 CHANGE-TALK-Muster Das C.L.E.E.R.I.T.-Format für die Auftragsklärung Das Z.E.N.T.R.A.L.-Format

Portrait

Martina Schmidt-Tanger, Diplompsychologin, Lehr-Coach (ProC), Wirtschaftspsychologin, vermittelt seit Jahren erfolgreich Coaching-Können und gilt als eine der ersten Ausbildungstrainerinnen in Deutschland für Coaching und NLP. Inhaberin des Ausbildungsinstituts "NLP professional", Leiterin der "Pro Coaching Association", Deutschland, zahlreiche Veröffentlichungen und Kongreßbeiträge.

Leseprobe

Veränderungen passieren im Coaching nicht einfach so, die verbal geäußerte Bereitschaft etwas zu verändern und ein möglicherweise sogar einsichtsreiches Gespräch reichen nicht aus, um im Gehirn tatsächlich Veränderungen zu bewirken. Jede Erfahrung ist in unseren Synapsen als neuronales Erregungsmuster manifestiert und je häufiger die entstandenen Verschaltungen abgerufen wurden und werden (auch nur als innere Vorstellung!), desto stabiler gestalten sich die beteiligten synaptischen Verbindungen. Wie es Joseph LeDoux in "Synaptic self" (2003) beschrieb: "Our brain become who we are. You are your synapses." Für Veränderungen brauchen wir also neue Spuren im Hirn, die dann bis auf die Ebene der Gene wirken. Nervenzellen beginnen bei angemessener Stimulation neue Gensequenzen abzuschreiben bzw. andere stillzulegen. Dies geschieht nach neueren Erkenntnissen bis ins hohe Alter und bildet die Basis für ein lebenslanges Veränderungspotential (Neuroplastizität des Gehirns). Die Frage ist nun, welche Bedingungen können im Coaching bereitgestellt werden, um Veränderungen zu ermöglichen. Aus Sicht der Neurobiologie ist für Veränderungen immer eine optimale Mischung aus Sicherheit und Herausforderung notwendig. Das Zusammenspiel der beiden Variablen: "sichere Bindung" und "Erregung" stellt genau den Cocktail an Neurotransmittern (Signalstoffen) bereit, der dann tatsächlich strukturelle Umbauprozesse im Gehirn, d.h. mit bildgebenden Verfahren nachweisbare Veränderungen ermöglicht (Prof. Dr. Hüther 2004). Basierend auf den neurobiologischen Erkenntnissen der Erregung- und Transmittersteuerung fungiert der Coach beim Neurodualen Coaching (NDC) daher einerseits als strukturgebender und sicherheitsvermittelnder Vertrauenspartner und andererseits als Reibungsfläche, Sparringspartner und mutiger Herausforderer für neue geistige Bewegung. Dient die Präzision des Coaches vor allem dazu, eine sichere emotionale Bindung zu vermitteln und das Grundbedürfnis nach Vertrauen und Kontrolle zu b
efriedigen, ist die Pro-vocation der Teil im Coaching, der die nötige Erregung des limbischen Systems bereitstellt und neuronale Differenzierungsprozesse ermöglicht. Die hier dargestellten, sich ergänzenden Werkzeuge und Haltungen für einen neurodual kompetenten Coach finden ihre Entsprechung nicht nur in den modernsten Erkenntnisse der Neurobiologie. Beide Interventionsarten - die Präzision und die Pro-vocation - sind Ausdruck eines "umfassenden Carings" für den Coachee. Als Vergleich kann man die mütterlichen und väterlichen Anteile der Erziehung heranziehen. Beides ist unerlässlich für die individuelle Entfaltung und Befriedigung der unterschiedlichen menschlichen Entwicklungsbedürfnisse. ("Mütterlich und väterlich" sind hier nicht Geschlechtern zugeordnet, sondern als variable Qualitäten gemeint, die sich bei beiden Geschlechtern finden lassen, wie auch das energetische yin/yang Konzept in den asiatischen Kulturen.) Die mütterlichschützende, strukturgebende Beruhigung vermittelt, ebenso wie das väterliche, liebevolle Verunsichern durch Monsterspiele, Erschrecken, Hochwerfen und andere Spiel-Angst-Interaktionen, die Meta-Botschaft: "Du bist in guten Händen und hast gleichzeitig Herausforderungen, um dich zu entwickeln." Man kann in Bezug auf gelungenes Coaching, im dem sowohl präzises und pro-vocatives Vorgehen seinen Platz haben, postulieren: "Die Interventionen in diesem Coaching sind nicht von schlechten Eltern." Um also wirklich verändernd zu coachen und neuronale Umstrukturierungen zu ermöglichen, brauchen Sie als Coach diese duale Vorgehensweise. Sie müssen immer wieder in der richtigen Mischung beide Aspekte - Sicherheit und Herausforderung - einsetzen und je nach Betriebstemperatur die Interventionen nutzen, die die optimale Reaktion ermöglichen. Während der Coachee die (inhaltliche) Richtung vorgibt, sind Sie als Coach der Fachmann resp. die Fachfrau für den zielführenden Umgang mit "Gas und Bremse", damit an den wichtigen Stellen beschleunigt und an ent
scheidenden Stellen das Tempo verlangsamt wird, um eventuell abzubiegen oder den Kurs neu auszurichten. Beide Teile des Buches geben Ihnen umfassendes Material an die Hand, um Ihre neurodualen Kompetenzen zu fördern und einen eigenen Stil zu entwickeln.

EAN: 9783873875883
ISBN: 3873875888
Untertitel: Präzision und Pro-vokation im Coaching. Nachdruck 2009.
Verlag: Junfermann Verlag
Erscheinungsdatum: Februar 2009
Seitenanzahl: 173 Seiten
Format: kartoniert
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