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Nationale Mythen - männliche Helden


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Mai 2006

Beschreibung

Beschreibung

Mit dem "Wilden Westen" erschufen sich die Amerikaner ihren nationalen Gründungsmythos, der im Western unzählige Male heraufbeschworen wurde. Martin Weidinger zeigt, dass in Western- Filmen bestimmte Vorstellungen über Gemeinschaften, von der kommunalen bis zur staatlichen Ebene, vermittelt und Rollenangebote und Identitätsmodelle für Frauen und Männer bereitgestellt werden. Deren Analyse macht politische und gesellschaftliche Entwicklungen in den USA nachvollziehbar bis hin zur Selbstinszenierung des derzeitigen Präsidenten George W. Bush.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1. Einleitung
1.1 Der Western als amerikanische Gründungserzählung
1.2 Theoretische Reflexionen: Film als politikwissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand
2. Ideengeschichtliche Traditionslinien und amerikanische Identitäten
2.1 Republikanismus: Die Rolle von Gemeinschaft, Gemeinwohl und BürgerInnentugend
2.2 Liberalismus: Die Betonung des Individuums und seiner Freiheit
2.3 Religion: Die Rolle des Glaubens im amerikanischen Gemeinwesen
2.4 Individualismus als Kernstück amerikanischer Ideengeschichte
2.5 Ideengeschichte im Western
3. Politik, Staatlichkeit und Geschlecht im Western
3.1 Die frontier-Mythologie
3.1.1 Konzeptuelle Überlegungen zu Mythos und nationaler Mythologie
3.1.2 Zur Entstehungsgeschichte der frontier-Mythologie
3.1.3 Die Idee von Manifest Destiny
3.1.4 Captivity Narratives als puritanische Horrorgeschichten
3.1.5 The Last of the Mohicans und die Herausbildung erster prototypischer narrativer Muster und Charaktere des Western
3.1.6 Die reißerischen Western-Stories der dime-novels
3.1.7 Frederick Jackson Turner und die Geschichtsschreibung im 19. Jahrhundert
3.1.8 Theodore Roosevelt, Frederick Remington und Owen Wister
3.1.9 »Buffalo Bill's Wild West« und die Kommerzialisierung des frontier-Mythos
3.2 Ikonographie und Grundmotive des Western
3.3 Repräsentationen von Geschlecht
3.3.1 Men with Guns: Die Inszenierung des Mannes im Western
3.3.2 Rancherstöchter, Saloon-girls und Lehrerinnen: Die Inszenierung der Frau im Western
3.4 Der Mythos in bewegten Bildern: Westernfilme von 1894 bis 2005
3.4.1 Stummfilme, Serienwestern und singende Cowboys: Der Western vom Beginn des Jahrhunderts bis 1939
3.4.2 Von der Depression in den Weltkrieg: Der Western zwischen 1939 und 1945
3.4.3 Der Western am Höhepunkt: Die 1950er Jahre als produktivste Periode
3.4.4 Neuorientierung und Popularitätsverlust: Der Western von 1962 bis 1976
3.4.5 Das Ende des Western: 1976 bis 2005
4. Vom republikanischen Sheriff zum gedungenen Killer: Vier Western von 1952 bis 1992
4.1 Der republikanische Sheriff und die kleinbürgerliche Gemeinde: High Noon (1952)
4.2 Die PionierInnengemeinde als Ort der Erlösung: Bend of the River (1952)
4.3 Die Erschaffung eines neuen Staates: The Man Who Shot Liberty Valance (1962)
4.4 Prostituierte und bezahlte Killer: Unforgiven (1992)
4.5 Vom biblischen Paradies in die Hölle von Big Whiskey
5. Schluss: Der Western im politischen Diskurs und im Kino der Gegenwart
Literatur
Anhang: Die Filme

Portrait

Martin Weidinger, Dr. phil., ist Lektor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien.

Pressestimmen

29.03.2006, Frankfurter Rundschau
Vom Krieg ohne Namen
"Eine gelungene Studie."
EAN: 9783593380360
ISBN: 3593380366
Untertitel: Politik und Geschlecht im amerikanischen Western. 'Politik der Geschlechterverhältnisse'.
Verlag: Campus Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Mai 2006
Seitenanzahl: 264 Seiten
Format: kartoniert
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