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Philosophische Grundlagen der Biologie


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Oktober 2000

Beschreibung

Beschreibung

In den letzten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ist die Philosophie der Biologie aus dem Schatten der physikorientierten Wissenschaftsphilosophie herausgetreten und hat sich als respektabler und blühender Zweig der Wissenschaftsphilosophie etabliert. In ihrem Buch entwickeln die Autoren eine neue Wissenschaftsphilosophie der Biologie auf einer konsequent realistischen und emergentistisch-materialistischen Grundlage. Sie stellen ein strenges, einheitliches und wissenschaftsorientiertes philosophisches Fundament vor, das es ihnen ermöglicht, viele philosophische und Grundlagenfragen der Biowissenschaften zu analysieren und zu klären. Dieses Buch möchte Biologen, Philosophen und alle Interessierten dazu anregen, neu über die Biophilosophie nachzudenken.Mit einem Geleitwort von Gerhard Vollmer.

Inhaltsverzeichnis

I Philosophische Grundlagen.- 1 Ontologie.- 1.1 Ontologie und Wissenschaft.- 1.2 Ding und Konstrukt.- 1.3 Eigenschaften.- 1.3.1 Substantielle Eigenschaften.- 1.3.2 Eigenschaften und Prädikate.- 1.3.3 Allgemeine und individuelle Eigenschaften.- 1.3.4 Gesetze.- 1.4 Zustand.- 1.4.1 Zustandsfunktion.- 1.4.2 Zustandsraum.- 1.4.3 Nomologischer Zustandsraum.- 1.5 Veränderung: Ereignis, Prozeß und Geschichte.- 1.6 Mehr über Dinge und Konstrukte.- 1.6.1 Materialität und Veränderbarkeit.- 1.6.2 Immaterialität und Unveränderbarkeit.- 1.6.3 Raumzeitlichkeit und Individualität.- 1.7 Ganzheiten.- 1.7.1 Aggregat und System.- 1.7.2 Die ZUS-Analyse von Systemen.- 1.7.3 Emergenz.- 1.7.4 Selbstorganisation.- 1.8 Faktum.- 1.8.1 Objektives Faktum.- 1.8.2 Phänomen.- 1.9 Verursachung.- 1.9.1 Der weite oder inflationäre Ursachenbegriff.- 1.9.2 Verursachung als Energie übertrag.- 1.9.3 Ursache und Grund.- 1.9.4 Kausalität in der Biologie.- 1.10 Zufall und Wahrscheinlichkeit.- 1.10.1 Zufall und Zufälligkeit.- 1.10.2 Die mathematische Wahrscheinlichkeitstheorie und ihre.- 1.10.2.1 Die Propensitätsinterpretation.- 1.10.2.2 Die logische Interpretation.- 1.10.2.3 Die subjektivistische Interpretation.- 1.10.2.4 Die Häufigkeitsinterpretation.- 1.10.2.5 Resümee.- 1.11 Zusammenschau.- 2 Semantik und Logik.- 2.1 Begriff und Aussage.- 2.2 Extension und Referenz (Bezug).- 2.3 Bedeutung.- 2.4 Logik.- 3 Erkenntnistheorie.- 3.1 Erkennen und Wissen.- 3.1.1 Erkennen.- 3.1.2 Wissen.- 3.1.3 "Wissen an sich".- 3.1.4 Arten von Wissen.- 3.1.5 Wissen und Glauben.- 3.2 Wahrnehmung und Beobachtung.- 3.2.1 Wahrnehmung.- 3.2.2 Phänomenalismus versus Realismus.- 3.2.3 Beobachtung.- 3.2.4 Datum.- 3.3 Forschung.- 3.3.1 Intuition.- 3.3.2 Methode.- 3.4 Hypothese.- 3.4.1 Vermutung und Hypothese.- 3.4.2 Wege der Hypothesenb ildung.- 3.4.3 Umfang und Tiefe von Hypothesen.- 3.4.4 Der methodologische Status von Hypothesen.- 3.5 Theorie und Modell.- 3.5.1 Die Struktur oder Syntax von Theorien.- 3.5.2 Die Semantik von Theorien.- 3.5.3 Allgemeinheitsgrad und Tiefe von Theorien.- 3.5.3.1 Allgemeinheitsgrad.- 3.5.3.2 Tiefe.- 3.5.4 Formale und faktische Theorien und Modelle.- 3.5.5 Die Operationalisierung von Theorien.- 3.5.6 KonventioneIle Elemente in Theorien.- 3.5.6.1 Definitionen.- 3.5.6.2 Notationskonventionen, Einheiten und vereinfachende Annahmen.- 3.5.7 Theorien und Gesetze (Gesetzesaussagen).- 3.6 Wissenschaftliches Verständnis.- 3.6.1 Erklärung.- 3.6.1.1 Beschreibung.- 3.6.1.2 Subsumption.- 3.6.1.3 Erklärung.- 3.6.1.4 Formen der Erklärung.- 3.6.2 Vorhersage.- 3.6.3 Vereinheitlichung.- 3.6.3.1 Reduktion.- 3.6.3.2 Reduktionismus.- 3.6.3.3 Integration.- 3.7 Test und Beleg.- 3.7.1 Einige methodologische Prinzipien.- 3.7.2 Beleg und Übcrprüfbarkeit.- 3.7.3 Verifikation versus Falsifikation.- 3.7.4 Empirische Operationen.- 3.7.4.1 Messung.- 3.7.4.2 Experiment.- 3.8 Wahrheit und Wahrheitsindikatoren.- 3.8.1 Wahrheit.- 3.8.2 Wahrheitsindikatoren.- 3.9 Zusammenschau.- 11 Grundprobleme der Biophilosophie.- 4 Leben.- 4.1 Was ist Leben? - Eine wissenschaftliche wie ontologische Frage.- 4.2 Biosystem.- 4.3 Elementares Biosystem, Zusammengesetztes Biosystem, Organismus.- 4.4 Biospezies und Biopopulation.- 4.5 Funktion und Anpassung.- 4.5.1 Interne und externe Aktivität.- 4.5.2 Biotischer Wert.- 4.5.3 Passung und Anpassung.- 4.5.3.1 Acht Bedeutungen von "Adaptation".- 4.5.3.2 Passung.- 4.5.3.3 Anpassung.- 4.5.4 Fünf Funktionsbegriffe in der Biologie.- 4.5.5 Funktionale Erklärung.- 4.5.6 Gepaßtheit und Angepaßtheit.- 5 Ökologie.- 5.1 Supraorganism ische Entitäten.- 5.2 Der ontologische Status von Lebensgemeinschaften und Ökosystemen.- 5.3 Biologische Systemebenen.- 5.4 Ökologische Nische.- 5.5 Der wissenschaftliche Status der Ökologie.- 5.5.1 Grundlagenwissenschaft.- 5.5.2 Ökologie als Grundlagenwissenschaft.- 5.5.4 Angewandte Wissenschaft und Technologie.- 5.5.5 Ökologie: Grundlagenwi ssenschaft, angewandte Wissenschaft oder Technologie?.- 5.5.6 Ökologie: Eine autonome Wissenschaft?.- 6 Psychobiologie.- 6.1 Das Leib-Seele-Problem.- 6.2 Mentale Zustände und Prozesse.- 6.3 Geist.- 6.3.1 Was ist Geist?.- 6.3.2 Geist-Materie-Interaktion.- 6.3.3 Wo befindet sich der Geist?.- 6.4 Bewußtsein.- 6.5 Wille.- 7 Systematik.- 7.1 Taxonomische Philosophien.- 7.2 Konzeptualismus.- 7.2.1 Begriffsbildung.- 7.2.1.1 Unterscheidung.- 7.2.1.2 Gemeinsamkeiten : Äquivalenz und Ähnlichkeit.- 7.2.1.3 Gruppieren.- 7.2.1.4 Menge.- 7.2.1.5 Klasse.- 7.2.1.6 Sorte.- 7.2.1.7 Natürliche Sorte sensu lato.- 7.2.1.8 Arten oder natürliche Sorten sensu stricto.- 7.2.2 Klassifikation.- 7.2.2.1 Klassifikation als Unterteilung.- 7.2.2.2 Allgemeine Prinzipien des Klassifizierens.- 7.2.2.3 Grundlagen einer natürlichen biologischen Klassifikation.- 7.2.2.4 Systematik und Evolutionstheorie.- 7.2.2.5 Der logische und methodologische Status von Klassifikationen.- 7.2.2.6 Taxonomie, Klassifikation, Systematik.- 7.2.2.7 Zwei Taxonomien: Die konsequent-phylogenetische und die evolutionäre Taxonomie.- 7.3 Bionominalismus.- 7.3.1 Der schwache Bionominalismus.- 7.3.1.1 Arten als Fortpflanzungsgemeinschaften.- 7.3.1.2 Arten als Linien von Vorfahren-Nachkommen-Populationen.- 7.3.1.3 Arten-als-Individuen und Klassifikation.- 7.3.1.4 Arten-als-Individuen und Gesetze.- 7.3.2 Der starke Bionominalismus: Taxa-als-Individuen und Klassifikation.- 7.3.3 Fazit.- 8 Entwicklungsbiologie.- 8.1 Was ist Entwicklung?.- 8.1.1 Entwicklungsprozeß und Entwicklung.- 8.1.2 Typen von Entwicklungsprozessen.- 8.1.2.1 Morphogenese.- 8.1.2.2 Differenzierung.- 8.1.2.3 Wachstum.- 8.2 Präformismus versus Epigenetik.- 8.2.1 Die traditionelle Präformationstheorie.- 8.2.2 Die traditionelle Theorie der Epigenese.- 8.2.3 Der Neopräformismus.- 8.2.3.1 Der genetische Informationismus.- 8.2.3.2 Die DNA: Das primum movens der Entwicklung?.- 8.2.4 Die Neoepigenetik.- 8.2.4.1 Der Entwicklungsstrukturalismus.- 8.2.4.2 Der Entwicklungskonstruktionismus.- 8.2.4.3 Versuch einer epigenetischen Synthese.- 9 Evolutionsheorie.- 9.1 Evolution und Speziation.- 9.1.1 Der ontologische Evolutionsbegriff.- 9.1.2 Speziation in der Biologie.- 9.1.3 Speziation im ontologischen Sinn und die Konsequenzen.- 9.2 Die Selektionstheorie.- 9.2.1 (An)Gepaßtheit und Fitneß.- 9.2.2 Selektionsbegriffe.- 9.2.2.1 Ein ontologischer Selektionsbcgriff.- 9.2.2.2 Natürliche Selektion.- 9.2.2.3 Selektion als Mechanismus der Populationsevolution.- 9.2.3 Die Einheiten der Selektion.- 9.2.3.1 Was ist eine Selektionseinheit?.- 9.2.3.2 Gene, Gameten, Zellen und Organismen.- 9.2.3.3 Gruppen oder Populationen.- 9.2.3.4 Arten und Abstammungsgemeinschaften.- 9.2.3.5 Einheiten der Beschreibung.- 9.2.4 Zusammenschau.- 9.3 Die Struktur der Evolutionstheorie.- 9.3.1 Was genau ist die Evolutionstheorie?.- 9.3.2 Die Struktur der Evolutionstheorie.- 9.3.3 Vereinheitlichung der Er durch Thermodynamik und Informationstheorie?.- 9.3.4 Ist die Evolution ein Algorithmus?.- 9.3.5 Der methodologische Status der Evolutionstheorie.- 10 Teleologie.- 10.1 Interne und externe Teleologie.- 10.2 Teleonomie.- 10.2.1 Hemiteleonomie.- 10.2.2 Panteleonomie.- 10.2.2.1 Kybernetische Systeme und Teleonomie.- 10.2.2.2 Programme als zielgebende Entitäten?.- 10.2.2.3 Resümee.- Namenverzeichnis.- Logische und mathematische Symbole.

Innenansichten

Portrait

Dr. Martin Mahner ist Biologe, arbeitet jedoch seit einem längeren Forschungsaufenthalt bei Mario Bunge (1993 - 1996) vor allem im Bereich Wissenschaftstheorie der Biologie. Seine weiteren Interessen gelten der Ontologie sowie der Kritik von Religion und Pseudowissenschaft. Seit 1999 leitet er das Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken.
EAN: 9783540676492
ISBN: 354067649X
Untertitel: 11 Abbildungen.
Verlag: Springer-Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Oktober 2000
Seitenanzahl: XVIII
Format: gebunden
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