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Die Wohnung im Recht


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Mai 2004

Beschreibung

Beschreibung

Zur Verbesserung des strafrechtlichen Wohnungsschutzes hat der Gesetzgeber des 6. StrRG den Wohnungseinbruchsdiebstahl von einem Regelbeispiel zu einem Qualifikationstatbestand "hochgestuft", was eine erhebliche Verschärfung der Strafdrohung zur Folge hatte. Seitdem wird diskutiert, ob der in § 244 StGB verwendete Begriff der Wohnung einschränkend auszulegen ist. Wie das erst kürzlich zum "großen Lauschangriff" ergangene Urteil des BVerfG zeigt, sind Schutz und Begriff der in der Wohnung verkörperten individuellen Privatsphäre auch in anderen Bereichen der Rechtsordnung von großer Bedeutung. Die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Normen des Wohnungsschutzes und das Verhältnis, in dem die Wohnungsbegriffe der verschiedenen Rechtsgebiete zueinander stehen, sind jedoch weitgehend unklar.
Der Verfasser untersucht daher die in wichtigen Normen des geltenden Rechts verwendeten Wohnungsbegriffe und die ihnen jeweils zugrundeliegenden Schutzinteressen. Dem Grundsatz der Relativität der Rechtsbegriffe folgend, verwirft er im Ergebnis die Annahme einer einheitlichen Begriffsdefinition, die für die gesamte Rechtsordnung oder auch nur für den Bereich des Strafrechts gilt. Markus Krumme plädiert insbesondere für eine enge Auslegung des Wohnungsbegriffs im Tatbestand des Wohnungseinbruchsdiebstahls, die sich an den Schutzgütern der häuslichen Privatsphäre und der körperlichen Unversehrtheit zu orientieren hat.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsübersicht: Einleitung - 1. Zur sozialwissenschaftlichen Bedeutung der Wohnung - 2. Die bewohnte Sphäre als Gegenstand geschichtlicher Rechtsinstitute: Römisches Recht - Germanische und mittelalterliche Rechte - Rezeption und Partikulargesetzgebung der späten Neuzeit - 3. Wichtige Wohnungsbegriffe und Grundnormen des Wohnungsschutzes im öffentlichen Recht: Vorüberlegung - Die Wohnung im Verfassungsrecht sowie in völker- und gemeinschaftsrechtlichen Rechtsquellen - Die Wohnung in einfachgesetzlichen Normen des öffentlichen Rechts - 4. Zivilrecht - Rechtsformen der Wohnnutzung und private Abwehrrechte: 5. Versuch einer Systematisierung der nicht-strafrechtlichen Wohnungsbegriffe - 6. Zusammenhang zwischen den Wohnbedürfnissen des modernen Wohnens und den untersuchten nicht-strafrechtlichen Normen - 7. Die Tatbestände des Hausfriedensbruchs und der Brandstiftung - Wohnungsbegriff und Schutz der Wohnung: Vorüberlegung - Hausfriedensbruch - Schwere Brandstiftung an Räumlichkeiten, die der Wohnung von Menschen dienen, § 306a Abs. 1 Nr. 1 - 8. Der Wohnungsbegriff im Qualifikationstatbestand des Wohnungseinbruchsdiebstahls, § 244 Abs. 1 Nr. 3: Die Reform des Wohnungseinbruchsdiebstahls durch das 6. StrRG - Der Wohnungsbegriff des Wohnungseinbruchsdiebstahls - Die durch § 244 Abs. 1 Nr. 3 geschützten Rechtsgüter - Der Strafgrund des § 244 Abs. 1 Nr. 3 und untergeordnete Normziele - Überprüfung des Strafgrunds des § 244 Abs. 1 anhand systematischer Aspekte - Versuch einer teleologischen Neubestimmung des Wohnungsbegriffs in § 244 Abs. 1 Nr. 3 - Ergebnisse zu den strafrechtlichen Wohnungsbegriffen - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis
EAN: 9783428112623
ISBN: 3428112628
Untertitel: Unter besonderer Berücksichtigung des Wohnungsbegriffs in § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB. 1. , Aufl.
Verlag: Duncker & Humblot GmbH
Erscheinungsdatum: Mai 2004
Seitenanzahl: 344 Seiten
Format: kartoniert
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