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Irrsinn Psychiatrie


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kartoniert
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Mai 2009

Beschreibung

Beschreibung

Psychisches Leiden ist keine Krankheit. Die Medizinalisierung abweichenden Verhaltens ist ein Irrweg. Sie erlaubt die Ausübung von Zwang und Gewalt und »rechtfertigt« den immensen Einsatz der - nicht selten tödlichen - Psychopharmaka, deren Nutzen keineswegs erwiesen ist. Es gibt Menschen, die mit ihrem Verhalten anstossen und stören, Menschen, die leiden, halluzinieren und verwirrt sind. Einige brauchen - für kurze Zeit - Hilfe. Doch diese Menschen sind nicht »krank«; sie sind vielmehr Opfer von Lebensumständen, die den »Gesunden« in der entsprechenden Härte erspart blieben. Je unangepasster und ungewohnter sich ein Mensch verhält, je fremder und bedrohlicher er wirkt, desto beruhigender ist es für viele, ihn als biologisch »krank« zu bezeichnen. Erstaunlich und aufschlussreich, wie sehr der Tiefenpsychologe C. G. Jung bis ins hohe Alter den Ansichten seines Lehrers Eugen Bleuler und damit konservativen psychiatrischen Grundannahmen verhaftet blieb. Auch die Kriminalisierung der Drogenabhängigen ist ein Irrweg: Rufer plädiert überzeugend für die bedingungslose Legalisierung von Heroin wie auch der übrigen Drogen. Die Prohibition von psychoaktiven Substanzen hat sich immer und überall als Fehlschlag erwiesen.

Portrait

Marc Rufer war nach Abschluss des Medizinstudiums Assistenzarzt in der staatlichen psychiatrischen Klinik Königsfelden; heute arbeitet er als Psychotherapeut in Zürich.
EAN: 9783729605367
ISBN: 3729605364
Untertitel: Psychisches Leiden ist keine Krankheit. Die Medizinalisierung abweichenden Verhaltens - ein Irrweg. 4. Auflage.
Verlag: Zytglogge AG
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Seitenanzahl: 230 Seiten
Format: kartoniert
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