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Demokratie und Judenbild


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kartoniert
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Februar 2004

Beschreibung

Beschreibung

Die Studie hat das Ziel, die qualitative politische Kulturforschung zum Problem des Antisemitismus und zu politischen Mobilisierungschancen von Judenfeindlichkeit in der demokratischen Gesellschaft neu zu fundieren. Vor dem Hintergrund multifaktorieller Modelle werden Parameter und Deutungsmuster entworfen, mit denen die politischen und diskursiven Gelegenheitsstrukturen antisemitischer Mobilisierungsversuche und ,Judenbilder' in der bundesrepublikanischen Demokratie empirisch erforscht werden. Die Untersuchung des Antisemitismus als ideologischem und politisch-psychologischem Bindemittel in der extremen Rechten wie in der radikalen Linken sowie die Analyse öffentlich-politischer Diskursprozesse der letzten Jahre zeigen, dass sich das politisch-kulturelle Bedingungsgefüge im Zeitalter rapider Modernisierung und Globalisierung verändert und sich die politische Opportunität antisemitischer Vorurteile erhöht hat.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Zur Erforschung des Antisemitismus in der politischen Kultur der Gegenwart - Theoretische Modelle: Motive, Ursprünge und Formen zeitgenössischer Judenfeindlichkeit nach dem Holocaust und die Demokratie - Empirische Analysen: Kontexte, Dynamiken, politische Wirkungen und Grenzen von Antisemitismus in der gegenwärtigen politischen Kultur - Resümee und Forschungsperspektiven - Literaturverzeichnis

Portrait

Lars Rensmann, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin und zur Zeit Visiting Scholar/Research Affiliate für European Studies am Center for International and Area Studies der Yale University.

Pressestimmen

"Die Studie [...] ist hochaktuell und brisant zugleich: Anhand überregionaler Presse- und Medienberichten analysiert er [der Autor] die jüngsten Antisemitismus-Streits [...], die vergangenheitspolitischen Kontroversen [...] und die wachsende Israelfeindschaft. Außerdem bezieht die materialreiche Untersuchung jüngste empirische Umfragen ein, die ein deutliches Anwachsen des manifesten und latenten Antisemitismus feststellen. [...] Die wichtige soziologische Antisemitismus-Forschung besitzt bestimmte Defizite [...] Dem setzt rensmann eine theoretisch fundierte und empirisch-ergebnisoffene politische Kulturfoschung entgegen. Damit entwickelt der Politikwissenschaftler neue Maßstäbe für die aktuelle Antisemitismus-Forschung. Sein Buch verdient eine breite Rezeption in Wissenschaft, Politik, Medien und politischer Bildung." www.hsozkult.geschichte.hu-berlin.de, 21.10.2004
"Mit der theoretisch wie empirisch fundierten politischen Kulturforschung setzt Rensmann neue Maßstäbe für die aktuelle Antisemitismus-Forschung. Sein Buch hat eine breite Beachtung in Wissenschaft, Politik, Medien und politischer Bildung verdient." www.literaturkritik.de, 01.04.2005
"Das Buch stellt [...] einen wichtigen Beitrag zur Antisemitismusforschung und zur politischen Kulturforschung in der Bundesrepublik dar. [...] ein Muß für alle, die auf diesen Forschungsfeldern arbeiten." Jahrbuch Extremismus und Demokratie, 17/2005
"Rensmann gelingt es innerdemokratische, widersprüchliche Prozesse, Gelegenheitsstrukturen und Mobilisierungsversuche, die Akzeptanz und Grenzen des 'Sagbaren' präziser zu fassen [...]." Widerspruch, 44/2006
EAN: 9783531140063
ISBN: 353114006X
Untertitel: Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland. 2004. Auflage. Book.
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum: Februar 2004
Seitenanzahl: 544 Seiten
Format: kartoniert
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