HUDU

sich das Leben nehmen


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kartoniert
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April 2004

Beschreibung

Beschreibung

Alkoholismus kommt in nahezu jeder Familie vor. Trotzdem wird er in der Gesellschaft als Krankheit nicht anerkannt. Heckels Buch versucht aus der Sicht eines Betroffenen aufzuklären. Er berichtet aufgrund eigener Erfahrung über den Weg in die Abhängigkeit, den Ausstieg und die Rückkehr in ein Leben ohne Alkohol. Sich das Leben wieder zu nehmen ist für ihn die Alternative zur Sucht. Der Autor macht nicht andere Personen oder bestimmte Verhältnisse verantwortlich, er verzichtet auf jegliche Schuldzuweisung: "Wenn Alkohol Probleme macht, dann ist Alkohol das Problem. Ich habe nicht getrunken, weil ich Probleme hatte, sondern ich hatte Probleme, weil ich trank." Er gibt keine Patentrezepte, vielmehr setzt er auf Eigenverantwortung und Selbsthilfe. In vielfältiger Form - durch Satiren, Erlebnisberichte und Briefe - versucht der Autor, sich dem komplexen Thema Alkoholimus zu nähern. Sein Ziel ist es, Betroffenen und Angehörigen individuelle Wege aus der Sucht eröffnen.

Inhaltsverzeichnis

Teil 1 Einstieg und Abstieg - Flucht in die Abhängigkeit
Wie finde ich heraus, ob ich Alkoholiker bin?
Wie funktioniert Alkoholismus?
Süchtig nach einem Süchtigen? - Co-Alkoholismus
Zustand oder Verhaltensweise: Ist Alkoholismus überhaupt eine Krankheit?
Wer Wasser trinkt, kann auch sonst nichts Vernünftiges leisten: Alkoholismus und Gesellschaft
Teil 2 Ausstieg und Einstieg - Wege aus der Abhängigkeit
Aufgabe und Annahme: Kapitulation
Nicht gegen die Suchstruktur ankämpfen, sondern mit ihr leben
Nur du allein schaffst es, aber du schaffst es nicht allein: Die Selbsthilfegruppe
Bausteine für ein nüchternes Leben - das 12-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker
Wie entsteht Veränderung?
Persönliche Standortbestimmung
Epilog: In ein gutes Leben hineingescheitert
Wertvolles aus der Schatzkiste der Selbsthilfegruppen
Literaturliste
Hilfsorganisationen

Portrait

Jürgen Heckel ist als Diplom-Bibliothekar seit vielen Jahren Leiter der Stadtbücherei Garching und als Kommunikationstrainer und Experte für Selbsthilfegruppen tätig. Heckel ist Alkoholiker, geht offen mit seinem Alkoholismus um und ist seit 17 Jahren trocken. Er lebt in Garching bei München und Karaburun/Türkei.


Pressestimmen

en Heckel schönt nicht, verklärt nicht, zeigt zu keiner Zeit die Absicht, den Abstinenzler zum kathartischen Weisen zu erheben. Pathos liegt ihm fern. Es scheint dem 62-jährigen in der Hauptsache darum zu gehen, zu sagen, was ist, vor, im und nach dem Delir. So provoziert man Wahrnehmung ... Mit Hilfe von Philosophie, Literatur und Naturwissenschaft tastet der Diplom-Bibliothekar nach den Ursachen dieser Krankheit, in der eigenen Biografie ebenso wie in der seiner Mitpatienten. Die Symptome sind zahllos und doch bleibt als Diagnose das nüchterne Konzentrat: "Alkoholismus ist die Nicht-Gestaltung des Lebens."
Bei einer ebenso komplexen wie eloquenten Analyse der Sucht fällt auch ein Schatten auf die Menschen im Umfeld des Säufers, die soziokulturellen Zusammenhänge, die das öffentliche Trinken viel eher goutieren als das weicheierige Beim-Glas-Wasser-bleiben.
Dem vermeintlichen Guten des sich Zuschüttens räumt Heckel auch einen Platz ein, erinnert sich des Runterkippens bis zur "schmerzfreien Behaglichkeit". Ohne Stoff seien für ihn Emotionen und Hoffnungen nicht verfügbar gewesen. 30 Jahre lang war das so. Seit 17 Jahren ist er trocken. Kein Grund zur Euphorie - Heilung exklusive. Aber zur aufrichtigen, manchmal durchaus auch satirischen Gebrauchsanweisung für andere. In die mündet dieses Werk, das mit seinen vielseitigen konkreten Ratschlägen zum Nachschlagewerk für Aussteiger und Angehörige werden könnte.
Andrea Schlaier, Süddeutsche Zeitung
EAN: 9783927743700
ISBN: 3927743704
Untertitel: Alkoholismus aus der Sicht eines Alkoholikers.
Verlag: A 1 Verlags GmbH
Erscheinungsdatum: April 2004
Seitenanzahl: 254 Seiten
Format: kartoniert
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