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Die Psychologie des Problemlösens


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Dezember 2009

Beschreibung

Beschreibung

Komplexe Entscheidungen in Wirtschaft, Politik oder Verwaltung werden in der Regel im Diskurs getroffen. Was macht Gruppen erfolgreich, die in komplexen Situationen kritische Entscheidungen treffen? Der Psychologe Joachim Stempfle zeigt: Die Erfolgsaussichten einer Entscheidungsgruppe lassen sich aus deren Kommunikationsverhalten heraus erklären und mit bestimmten Voraussetzungen und Handlungsmustern aktiv fördern. Werden bei der Aufgabenorientierung, Gruppenorganisation und der sozio-emotionalen Regulation die Weichen richtig gestellt, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer adäquaten Problemlösung. Der Autor liefert eine umfassende Theorie zum Problemlösen in Gruppen. Unter Berücksichtigung von Theorien und Befunden aus unterschiedlichen Teilbereichen der Psychologie arbeitet er zentrale Erfolgsfaktoren und Fallstricke in Problemlösegruppen heraus. Die empirische Prüfung zeigt: Erfolgreiche Gruppen verwenden mehr Zeit auf die Zielklärung, Lösungssuche und Analyse und äußern mehr Kritik als erfolglose Gruppen. Diese zeigen demgegenüber ein beschreibend-wertendes Interaktionsverhalten. Der Austausch von Informationen und ein hoher Anteil zustimmender Wertungen herrschen hier vor. Darüber hinaus betreiben erfolgreiche Gruppen mehr Planung, insbesondere in frühen Phasen der Gruppenarbeit. Dagegen halten sie sich mit Handlungen anfangs zunächst erkennbar zurück. Erfolglosen Gruppen fällt es hingegen oftmals schwer, Stress zu bewältigen - in der Folge verwenden sie einen erheblichen Anteil ihrer Zeit darauf, Stress und die daraus entstehenden negativen Emotionen zu bewältigen. Aus den empirischen Befunden zum Erfolg von Problemlösegruppen leitet Joachim Stempfle konkrete, praxistaugliche Empfehlungen für Entscheider, Moderatoren und Prozessbegleiter ab.

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangspunkt dieser Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 De¿nition zentraler Begriffe
1.3.1 Was ist eine Gruppe?
1.3.2 Was ist eine Handlung?
1.3.3 Was ist ein komplexes Problem?
1.3.4 Was ist verbale Kommunikation?
2 Komplexes Problemlösen - Historie und Zusammenfassung zentraler Befunde
2.1 Problemlösehandeln und Problemlöseerfolg: Befunde zum Zusammenhang zwischen Verhaltensmaßen beim Problemlösen und dem Problemlöseerfolg
2.2 Der Ein¿uss von Stress auf das Problemlösehandeln
2.3 Sprache und Problemlösen
2.4 Die Logik des Misslingens: Fehler und Fallstricke beim komplexen Problemlösen
2.5 Abschließende Würdigung der komplexen Problemlöseforschung
3 Problemlösen in Gruppen - Zusammenfassung zentraler Befunde
3.1 Grundlegende Elemente des Problemlöseprozesses
3.2 Muster und Phasen im Problemlöseprozess der Gruppe
3.2.1 Mikroanalytische Befunde
3.2.2 Makroanalytische Befunde
3.2.3 Zusammenfassung: Muster und Phasen im Gruppenprozess
3.3 Informationssuche, Informationsaustausch und Entscheidungs¿ndung in Problemlösegruppen
3.4 Der Ein¿uss von Aufgabenmerkmalen, Randbedingungen und der Gruppenzusammensetzung auf Problemlöseverhalten und Leistung der Gruppe
3.5 Der Ein¿uss der Gruppeninteraktion auf die Gruppenleistung
3.6 Kritische Würdigung der Gruppenforschung
3.7 Konsequenzen für die Untersuchung von Problemlöseprozessen in Kleingruppen
4 Eine integrative Theorie des Problemlösens in Gruppen
4.1 Handlungsbereiche in Problemlösegruppen
4.2 Die Bedeutung situativer Bedingungen
4.3 Das Gedächtnis der Gruppe
4.4 Problemlösen als Lösen von Teilproblemen
4.5 Reaktives und proaktives Handeln
4.6 Arbeitsmodus und Ressourceneinsatz
4.7 Die Gruppe in Aktion - Phasen des Problemlösens
4.8 Kognitive Grundoperationen - das Handlungsrepertoire der Gruppe
4.9 Eine Typologie aufgabenbezogener Teilprobleme
4.10 Umgang mit Aufgaben
4.11 Umgang mit Problemen
4.12 Umgang mit Rätseln
4.13 Umgang mit Krisen
4.14 Sozio-emotionale Anforderungen an Problemlösegruppen
4.15 Umgang mit aufgabenbezogenen Kon¿ ikten
4.16 Umgang mit sozio-emotionalen Kon¿ ikten
4.17 Umgang mit Kompetenzbedrohungen
4.18 Die Einbettung sozio-emotionaler Anforderungen in den Handlungsvollzug der Gruppe
4.19 Die Bedeutung der Selbstre¿exion für den Problemlöseerfolg
4.20 Zusammenfassung und Fazit
5 Stichprobe und Methode
5.1 Mikrowelten als Untersuchungsparadigmen
5.2 Das komplexe computersimulierte Problemlöseszenario COSMETICA
5.3 Stichprobe
5.4 Versuchsdurchführung
5.5 Erhebungsinstrumente
5.5.1 Fragebogen
5.5.2 Systemdaten
5.5.3 Verhaltensbeobachtung
6 Ergebnisse
6.1 Aufbau des Kapitels
6.2 Systemdaten
6.2.1 Systemergebnisse
6.2.2 Handlungsprotokolle
6.3 Demographische Merkmale und Fragebogendaten
6.3.1 Demographische Merkmale und Problemlöseerfolg
6.3.2 Fragebogenergebnisse und Problemlöseerfolg
6.3.3 Exkurs: Erklärung des Problemlöseerfolgs aus der Bearbeitung von Teilproblemen
6.4 Interaktionsanalyse
6.4.1 Häu¿ gkeitsanalyse
6.4.2 Kommunikation bei der Bearbeitung verschiedener Problemtypen
6.4.3 Prozessanalyse
7 Zusammenfassung und Ausblick
7.1 Merkmale der Gruppe und Problemlöseerfolg
7.2 Problemlösehandeln und Problemlöseerfolg
7.3 Der Umgang mit Teilproblemen
7.4 Der zeitliche Verlauf des Problemlöseprozesses: Makroperspektive
7.5 Der zeitliche Verlauf des Problemlöseprozesses: Mikroperspektive
7.6 Ursachen und Wirkungszusammenhänge: Ein heuristisches Modell
7.7 Konsequenzen für eine re¿ektierte Praxis des Problemlösens
7.7.1 Planung vor Sacharbeit
7.7.2 Verstehen vor dem Handeln
7.7.3 Geduld beim Handeln anstelle von blindem Aktivismus
7.7.4 Vorsicht vor vorschnellem Konsens
7.7.5 Kritik einfordern und belohnen
7.7.6 Situationsbewusstsein und Flexibilität im Denken und Handeln fördern
7.7.7 Proaktiv denken und handeln
7.7.8 Selbstre¿ exion betreiben
7.7.9 Sich der Realität stellen
7.7.10 Die eigene Kompetenz stärken
7.8 Ausblick
8 Literatur
Anhang

EAN: 9783828821576
ISBN: 382882157X
Untertitel: Was Kommunikation in Entscheidungsgruppen erfolgreich macht. 'Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag'. 1. , Aufl.
Verlag: Tectum Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2009
Seitenanzahl: 414 Seiten
Format: kartoniert
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