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Discounted Cashflow-Verfahren und der Einfluss von Steuern


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Mai 2005

Beschreibung

Beschreibung

Unternehmensbewertungen sind durch eine Vielzahl an Methoden gekennzeichnet, die einem gemeinsamen Ziel folgen, der Ermittlung eines Zukunftserfolgswertes. Gleichermaßen scheinen viele der Methoden, so das Ertragswert- und Discounted Cashflow-Verfahren, auf ähnlichen Bewertungskalkülen zu basieren. Bei näherer Betrachtung erweist sich jedoch, dass Ertragswert- und Discounted Cashflow-Verfahren lediglich formal auf den gleichen Axiomen aufbauen und dass die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Bewertungsgrundsätze Konfliktpotenzial schafft. Inga Braun verknüpft die Konzepte der Discounted-Cashflow-Verfahren mit dem deutschen Steuerrecht und verdeutlicht die komplexen Zusammenhänge der Unternehmensbewertung. Sie zeigt auf, welche modelltheoretischen Anpassungen vorzunehmen sind, um den Besonderheiten des Halbeinkünfteverfahrens gerecht zu werden, und stellt die engen Grenzen dar, auf die eine immer feiner werdende formale Strukturierung des Bewertungsmodells in der praktischen Umsetzung stößt.

Inhaltsverzeichnis

Problemstellung.
- 1: Shareholder Value unter dem Postulat der Zweckadäquanz.
- 1. Bewertungsanlässe und Funktionenlehre der Unternehmensbewertung.
- 2. Einordnung des Marktwertes des Eigenkapitals.
- 2.1 Entscheidungsorientierter Marktwert.
- 2.1.1 Subjektivitätsprinzip und Komplexitätsreduktion.
- 2.1.2 Typisierungsprinzip.
- 2.1.2.1 Risikoloser Zinssatz und Sicherheitsäquivalenzmethode.
- 2.1.2.2 Risikozuschlagsmethode: Individualistischer Ansatz oder Marktorientierung durch Anwendung des Capital Asset Pricing Model.
- 2.2 Marktwert in der Argumentationsfunktion.
- 2.2.1 Argumentationsfunktion im weiteren Sinne.
- 2.2.2 Marktwertmaximierung des Eigenkapitals als Ziel der Unternehmensführung.
- 2.2.3 Umsetzung des Marktwertmaximierungskriteriums und Objektivierter Unternehmenswert.
- 2.2.3.1 Wertadditivität.
- 2.2.3.2 Objektivierter Unternehmenswert der phasenorientierten Funktionenlehre des IDW.
- 2.2.4 Fazit.
- 2: Grundkonzeption der Discounted Cashflow-Verfahren.
- 1. Methodenüberblick.
- 1.1 Bewertungsmethodik und Zwei-Phasenmodell.
- 1.2 Differenzierung zwischen Equity- und Entity-Verfahren.
- 2. Equity-Ansatz (Nettoverfahren).
- 2.1 Direkte Unternehmenswertermittlung: Diskontierung der Flow to Equity.
- 2.2 Eigenkapitalkostensatz eines anteilig fremdfinanzierten Unternehmens.
- 2.2.1 Hebelwirkung des Fremdkapitals.
- 2.2.2 Ansatz von Marktwerten.
- 2.2.2.1 Eigenkapitalbuchwert als Approximation des Eigenkapitalmarktwertes.
- 2.2.2.2 Marktwert des Fremdkapitals.
- 2.2.3 Zirkularitätsproblem - Mehrheitliche Darstellung im Schrifttum.
- 3. Entity-Verfahren (Bruttoverfahren).
- 3.1 Total Cashflow-Ansatz.
- 3.2 Weighted Average Cost of Capital-Ansatz.
- 3.3 Adjusted Present Value-Ansatz.
- 4. Bewertungsrelevanz der Finanzierungspolitik.
- 4.1 Zwei polare Finanzierungsstrategien.
- 4.1.1 Autonome Finanzierung: Fixierung der absoluten Fremdkapitalbeträge.
- 4.1.2 Unternehmenswertorientierte Finanzierung: Fixierung der Verschuldungsgrade.
- 4.1.2.1 Vorgabe einer Zielkapitalstruktur.
- 4.1.2.2 Bewertung der Steuervorteile.
- 4.2 Unterschiedliche Unternehmenswerte aufgrund divergierender Annahmen.
- 4.2.1 Das nicht bestehende Zirkularitätsproblem der Grundkonzeptionen von Adjusted Present Value- und Weighted Average Cost of Capital-Verfahren.
- 4.2.2 Diskussion der Methodenidentität.
- 4.2.3 Typisierung durch die Vorgabe von Finanzierungsstrategien.
- 3: Discounted Cashflow-Verfahren im Halbeinkünfteverfahren.
- 1. Die bewertungsrelevanten Cashflows.
- 1.1 Grundsatz: Unternehmensbewertung anhand von Nettoeinzahlungen.
- 1.1.1 Gesamtbewertungsgrundsatz: Bewertungsrelevante Cashflows.
- 1.1.2 Einbezug von persönlichen Steuern.
- 1.1.3 Prognose der Nettoeinzahlungen: Zuflussprinzip und Doppelzählungsverbot.
- 1.2 Ermittlung der den Eigenkapitalgebern zufließenden Flows to Equity.
- 1.2.1 Direkte und Indirekte Cashflow-Ermittlung.
- 1.2.2 Ertragsteuern auf Unternehmensebene.
- 1.2.2.1 Berücksichtigung der Gewerbesteuer.
- 1.2.2.2 Berücksichtigung der Körperschaftsteuer.
- 1.2.3 Persönliche Ertragsteuern der (potentiellen) Unternehmenseigner: Berücksichtigung der Einkommensteuer.
- 1.2.4 Residuale Ausschüttung.
- 2. Autonome Finanzierungspolitik.
- 2.1 Die Bewertung der aus der Fremdfinanzierung resultierenden Steuereffekte.
- 2.1.1 Vergleichsprinzip.
- 2.1.2 Arbitragebeweis in Anlehnung an Modigliani/Miller.
- 2.1.2.1 Grundsätzliche Vorgehensweise.
- 2.1.2.2 Nachbildung des Zahlungsstromes eines eigenfinanzierten Unternehmens.
- 2.1.2.2.1 Finanzanlage.
- 2.1.2.2.2 Kredittilgung.
- 2.1.2.3 Nachbau des Zahlungsstromes eines anteilig fremdfinanzierten Unternehmens.
- 2.1.2.3.1 Fremdkapitalaufnahme.
- 2.1.2.3.2 Verkauf von Finanzanlagen.
- 2.1.3 Explizite Grenzpreisbetrachtung.
- 2.1.3.1 Vermögensendwertmaximierung.
- 2.1.3.2 Die verdrängte Mittelanlage als Vergleichsobjekt.
- 2.1.3.3 Die erforderliche Mittelaufnahme als Vergleichsobjekt.
- 2.1.4 Präferenzabhängige Unternehmenswerte.
- 2.1.4.1 Kritischer Einkommensteuersatz.
- 2.1.4.2 Arbitrageüberlegungen.
- 2.1.4.3 Fazit: Grenzpreisbetrachtung.
- 2.2 Zusammenführung der Steuervorteile zum Adjusted Present Value-Bewertungskalkül.
- 2.2.1 Marktwert des unverschuldeten Unternehmens.
- 2.2.2 Ausschüttungsdifferenzeffekt.
- 2.2.3 Marktwert der Steuervorteile.
- 3. Unternehmenswertorientierte Finanzierungspolitik.
- 3.1 Der Flow to Equity-Ansatz.
- 3.2 Der Total Cashflow-Ansatz.
- 3.3 Der Weighted Average Cost of Capital-Ansatz.
- 3.3.1 Berücksichtigung der fremdfinanzierungsbedingten Steuereffekte.
- 3.3.2 Einbezug des Ausschüttungsdifferenzeffektes in den Kapitalkostensatz.
- 3.3.3 Einbezug des Ausschüttungsdifferenzeffektes in die Cashflow-Ermittlung.
- 3.3.4 Aufhebung des Zirkularitätsproblems.
- 3.4 Anpassungsgleichungen.
- 4. Kapitalkosten: Risiko- und Verfügbarkeitsäquivalenzprinzip.
- 4.1 Risikozuschlagsmethode.
- 4.1.1 Anwendung des Capital Asset Pricing Model (CAPM) zur Ermittlung des Risikozuschlages.
- 4.1.1.1 Grundlagen des CAPM.
- 4.1.1.2 Würdigung des CAPM.
- 4.1.2 Das CAPM unter Einbezug persönlicher Steuern.
- 4.1.2.1 Die grundsätzliche Eignung alternativer Vorgehensweisen zur Berechnung des Nettoeigenkapitalkostensatzes.
- 4.1.2.2 Erweiterung des CAPM um die Einkommensbesteuerung.
- 4.2 Sicherheitsäquivalenzmethode: Quasisicherer Zinssatz festverzinslicher Wertpapiere versus Rendite risikoloser Eigenkapitaltitel.
- 4.2.1 Grundsätzliche Bewertungsrelevanz der Einkommensteuer.
- 4.2.2 Einkommensteuerirrelevanz in der Risikozuschlagsmethode.
- 4.2.3 Individualistische Sicherheitsäquivalenzmethode.
- 5. Möglichkeiten und Grenzen bei Unternehmensbewertungen.
- 5.1 Plausibilitätsüberlegungen.
- 5.2 Einbezug von Steuern.- Thesenförmige Zusammenfassung.- Verzeichnis der Urteile und Entscheidungen.- Quellenverzeichnis.

Portrait

Dr. Inga Braun war wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Michael Hommel an der Professur für Wirtschaftsprüfung und Rechnungslegung der Universität Frankfurt am Main. Sie ist als Prüfungsassistentin bei der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig.

EAN: 9783824483136
ISBN: 3824483130
Untertitel: Der Unternehmenswert unter Beachtung von Bewertungsnormen. 'Gabler Edition Wissenschaft'. 'Rechnungswesen und Unternehmensüberwachung'.
Verlag: Deutscher Universitätsvlg
Erscheinungsdatum: Mai 2005
Seitenanzahl: XXVIII
Format: kartoniert
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