HUDU

1971 - 1974


€ 34,90
 
gebunden
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Oktober 2002

Beschreibung

Beschreibung

Band 18 der Werkausgabe, herausgegeben von Viktor Böll und Ralf Schnell, bringt Texte Heinrich Bölls aus den Jahren 1971-1974. Sie zeigen eindrucksvoll, wie umfangreich und wirkungsmächtig Böll in der Phase der beginnenden Terrorismusdebatte publizierte. Grundsätzliche Positionsbestimmungen auf den Feldern der Politik und Literatur stehen neben der Nobelpreisvorlesung und der Erzählung Die verlorene Ehre der Katharina Blum.
Band 18 (1971-1974) enthält unter anderem:Der liberale Labberdreck stammt nicht von mir . Sprache der kirchlichen Würdenträger . Soviel Liebe auf einmal . Leserbrief . Man muß zu weit gehen . Hülchrather Straße Nr. 7 . Über Willy Brandt . Suchanzeigen . Die Würde des Menschen ist unantastbar . Gewalten, die auf der Bank liegen . Rede zur Verleihung des Nobelpreises . Einmischung erwünscht . Blick zurück mit Bitterkeit . Versuch über die Vernunft der Poesie . Gefahren von falschen Brüdern . Zum Tode Ingeborg Bachmanns . Man muß immer weitergehen . Die himmlische Bitterkeit des Alexander Solschenizyn . Radikaler im öffentlichen Dienst . Die verlorene Ehre der Katharina Blum . Kommentar
 

Portrait

Heinrich Böll, geb. am 21. Dezember 1917 in Köln, gest. am 16. Juli 1985 in Langenbroich, war Sohn eines Tischlers und Holzbildhauers, in dessen Hause in Köln ab 1933 Zusammenkünfte verbotener katholischer Jugendverbände stattfanden. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Er desertierte 1944 und kehrte 1945 aus der Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire 'Die schwarzen Schafe' mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u.a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger). Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen das Grauen des Krieges und seiner Folgen, polemisierte er gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte er sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den 60er und 70er Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare 'Nachrüstung'. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock (Reisen in die UdSSR und CSSR). Der 1974 aus der UdSSR deportierte Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift 'L 76. Demokratie und Sozialismus' heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971-74). Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so den Georg-Büchner-Preis (1967), den Literatur-Nobelpreis (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).

Pressestimmen

"Der Grund, sich mit Böll von Neuem zu beschäftigen, ist [...], dass er [...] Romane und Erzählungen schrieb, die sich nicht in der politisch-moralischen Botschaft erschöpften [...]." Ulrich Greiner Die Zeit
EAN: 9783462032604
ISBN: 3462032607
Untertitel: 1971-1974. Lesebändchen.
Verlag: Kiepenheuer & Witsch GmbH
Erscheinungsdatum: Oktober 2002
Seitenanzahl: 830 Seiten
Format: gebunden
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