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Christologie und Ethik im Philipperbrief


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Mai 2012

Beschreibung

Beschreibung

Heiko Wojtkowiak beschäftigt sich mit der Verknüpfung von Christologie und Ethik im Brief des Paulus an die Gemeinde in der römischen Kolonie Philippi. Seine Leitfrage lautet: In welchem Verhältnis stehen die ethischen Mahnungen zu Christus und dessen Handeln? Damit reagiert er auf die in der Forschung umstrittene Frage, ob und inwiefern Christus innerhalb des Philipperbriefes und allgemein in der paulinischen Ethik die Rolle eines Vorbilds einnimmt. Diese Frage betrifft insbesondere die Intention des Christuspsalms in Phil 2,6-11, welcher Christi Menschwerdung, seinen Tod und seine anschließende Erhöhung schildert. Dominierte bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein vorbildethisches Verständnis des Abschnitts, wurde nach Ernst Käsemanns Intervention (1950) eine derartige Auslegung in weiten Teilen der Forschung abgelehnt und stößt nach wie vor auf erhebliche Vorbehalte.Eine Klärung der Verbindung zwischen Paraklese und Christi Heilshandeln erfolgt durch die Untersuchung sowohl des Christuspsalms selbst als auch von dessen Rezeption innerhalb des Philipperbriefes. Aus dieser ethischen Leitfrage entwickelt Wojtkowiak die wahrscheinliche Deutung, dass Paulus mit dem Brief als Ganzem auf eine konkrete Konfliktsituation, eine durch Leidenserfahrungen ausgelöste Krise der heidenchristlichen Gemeinde, reagiert. Als ursächlich für diesen Konflikt wird der soziale, geistige und kulturelle Hintergrund der Adressaten angeführt, insbesondere die Bedeutung von Leidenserfahrungen für pagan sozialisierte Menschen. Gleichzeitig erfolgt eine Gesamterklärung des Philipperbriefes, die weiterführende Ergebnisse auch für in der aktuellen Forschung umstrittenen Einleitungsfragen (Abfassungsort und -zeit sowie literarische Einheitlichkeit des Briefs, Verfasserschaft von Phil 2,6-11) bietet.

Portrait

Dr. theol. Heiko Wojtkowiak ist Vikar der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Alsbach (Bergstraße).

Leseprobe

Heiko Wojtkowiak examines the relationship of Christ's work of salvation and Paul's paraclesis in his letter to the congregation in the Roman colony of Philippi. At its core he discusses the highly disputed question whether Christ is used as a role model throughout Philippians. In order to do this he analyses the Christ psalm (Phil 2:6-11) and its reception within the letter. Wojtkowiak proves that it is probable that Paul's intention in writing the letter was to react on a concrete conflict, which was triggered within the congregation by the experience of suffering. By offering an overall exegesis of Philippians Wojtkowiak is able to give further answers on the controversially discussed questions of the authorship of the Christ psalm, place and time of its composition and the literary unity of the letter.>

EAN: 9783525535417
ISBN: 3525535414
Untertitel: Studien zur Handlungsorientierung einer frühchristlichen Gemeinde in paganer Umwelt. 'Forschungen zur Religion und Literatur des Alten und Neuen Testaments'.
Verlag: Vandenhoeck + Ruprecht Gm
Erscheinungsdatum: Mai 2012
Seitenanzahl: 344 Seiten
Format: gebunden
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