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Globale Normen und individuelles Handeln


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kartoniert
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Mai 2010

Beschreibung

Beschreibung

Gibt es globale ethische Normen? Hans Küngs Projekt Weltethos diagnostiziert sie in den großen Weltreligionen. Kann man sie aus aufgeklarter Perspektive teilen? Im modernen demokratischen Rechtsstaat hat die Ethik längst nicht mehr den Sinn, die Menschen der Gemeinschaft unterzuordnen. Die Zeitgenossen bedienen sich vielmehr der Ethik, um ihre eigene Lebensform zu entwickeln. Damit entsteht eine globale Gemeinsamkeit zwischen den Menschen, nicht zwischen ihren Gemeinschaften. Aus emanzipatorischer Perspektive entspringt daraus die Globalität gemeinsamer oberster Normen. Derart verkörpert die Idee des Weltethos eine Wende der Ethik im 20. Jahrhundert, wie sie sich ansonsten bei John Dewey, Emmanuel Levinas, Hannah Arendt und John Rawls anzeigt. Noch schwieriger aber wird die Anwendung anerkannter oberster Normen. Welche Tugenden und Kompetenzen hatte der ostpreußische Lokomotivführer gebraucht, der einen Zug voller Juden nach Auschwitz fuhr, um zu begreifen, dass er sich aktiv am Massenmord beteiligt? Angesichts der veränderten Lebensumstande in der Moderne lassen sie sich nicht mehr auf die traditionellen Kardinaltugenden beschränken. Vielmehr gehören heute dazu u.a. Einbildungskraft, Neugier, Leidenschaft, Kreativität, Gelassenheit, Abenteurertum, Verantwortung und Freundschaft.

Portrait

Hans-Martin Schönherr-Mann ist Professor für Politische Philosophie am Geschwister Scholl Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zahlreiche Buchveröffentlichungen und Beiträge für den Rundfunk und für Zeitungen.
EAN: 9783826043307
ISBN: 3826043308
Untertitel: Die Idee des Weltethos aus emanzipatorischer Perspektive.
Verlag: Königshausen & Neumann
Erscheinungsdatum: Mai 2010
Seitenanzahl: 247 Seiten
Format: kartoniert
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