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Neubeginn unter US-amerikanischer Besatzung?


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Juli 2006

Beschreibung

Beschreibung

Im Vergleich zu Westdeutschland scheint die US-amerikanische Besatzungspolitik in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg tiefgreifend und prägend gewesen zu sein. Insbesondere das japanische Bildungssystem wurde nach 1945 äußerlich amerikanisiert - schon ein Blick auf Entscheidungs- und Implementierungsprozesse von Reformen zeigt jedoch, dass der Einfluss der Besatzer weit geringer war als gemeinhin angenommen. Der Eindruck des Neuanfangs 1945 relativiert sich weiter, wenn man die umfassenden japanischen Diskussionen über Bildungsreform der 1920er und 1930er Jahre mit in den Blick nimmt. Im vorliegenden Buch untersucht der Autor anhand umfangreicher japanischer und US-amerikanischer Quellen den Reformdiskurs und die Reformpraxis im Hochschulwesen in Japan zwischen 1919 und 1952. Im Einzelnen zeigt er, dass alle wesentlichen nach 1945 erfolgreich umgesetzten Reformen - Abschaffung der elitären Oberschulen, Öffnung der Universitäten für Frauen, Vereinheitlichung der unterschiedlichen Hochschultypen, Verwissenschaftlichung der Lehramtsausbildung - bereits in den 1920er und 1930er Jahren detailliert und entscheidungsnah vordiskutiert wurden. Damit liefert die Studie einen wichtigen Beitrag zur Frage nach Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der japanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. "Seine Untersuchung umfangreichen Quellenmaterials aus japanischen und US-amerikanischen Archiven ergab, dass nahezu alle entscheidenden Punkte, die bei der Reform des Hochschulsystems nach 1945 erfolgreich umgesetzt wurden, bereits seit den 1920-er Jahren in japanischen Hochschul- und Regierungskreisen angedacht und ausführlich diskutiert wurden." Japan Forum (Januar 2007)

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung. 1945 als Zäsur in der japanischen Geschichte
Höhere Bildung in Japan im 20. Jahrhundert
Forschungsstand Politik- und Bildungsgeschichte
Die japanischen Hochschulen zwischen Faschismus und Besatzungszeit
II. Zwischenkriegszeit, Faschismus und Krieg (1919 bis 1945)
Militarisierung und Faschisierung des höheren Bildungswesens
Reformdiskurs, 1925 bis 1937
Aufstiegswunsch einzelner Hochschulen
Regierungsamtliche Beratungen, 1931 bis 1942
Umsetzung und Nichtumsetzung von Reformen
Die Sprache der Reform (I)
III. Besatzungszeit (1945 bis 1952)
Reformvorhaben der Besatzungsarmee, 1944 bis 1947
Japanische Initiativen, 1945 bis 1947
Entscheidung und Umsetzung der Reformen, 1948 bis 1952
Fallbeispiel: Universität Akita
Die Sprache der Reform (II)
Fazit
IV. Hochschulreform und Modernisierung im 20. Jahrhundert
Reformbereiche
Personelle Kontinuität
Sprachliche Kontinuität
Faschismus und Modernisierung im Japan des 20. Jahrhunderts
Quellen- und Literaturverzeichnis
Übersicht über Reformpläne
Unveröffentlichte Literatur
Veröffentliche Literatur
Register
Personenregister
Sachregister

Pressestimmen

"Seine Untersuchung umfangreichen Quellenmaterials aus japanischen und US-amerikanischen Archiven ergab, dass nahezu alle entscheidenden Punkte, die bei der Reform des Hochschulsystems nach 1945 erfolgreich umgesetzt wurden, bereits seit den 1920-er Jahren in japanischen Hochschul- und Regierungskreisen angedacht und ausführlich diskutiert wurden."
Japan Forum (Januar 2007)
"In this well-researched monograph, the title of which may be translated as 'Fresh Start under the U.S. Occupation? University Reforms in Japan Between Continuity and Change,' Hans Martin Krämer traces the roots of postwar university reforms in Japan to early twentieth-century Japanese debates on education."
Harald Fuess, Monumentia Nipponica, vol. 63, Heft 1 (2008)
EAN: 9783050042787
ISBN: 3050042788
Untertitel: Hochschulreform in Japan zwischen Kontinuität und Diskontinuität 1919-1952. 'edition bildung und wissenschaft'. HC runder Rücken kaschiert.
Verlag: De Gruyter
Erscheinungsdatum: Juli 2006
Seitenanzahl: 332 Seiten
Format: gebunden
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