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Die verlorene Umgangssprache


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März 2013

Beschreibung

Beschreibung

Über Jahrhunderte war Niederdeutsch die Um-gangssprache der Menschen in Norddeutschland. In der Zeit der Hanse diente es zugleich als Handelssprache der Kaufleute im europäischen Verbreitungsgebiet des Städtebundes. Das änderte sich mit dem Niedergang der Hanse und der Reformation im 16. Jahrhundert: LUTHERS Bibelübersetzung orientierte sich am mittel- und süddeutschen Sprachraum und verbreitete das Hochdeutsche über Buchdruck, Bibel und Bildung auch nach Norddeutschland. Der Aufstieg des Hochdeutschen durch die Blüte der klassischen Dichtung, die Standardisierung des Wortschatzes und die Vereinheitlichung der Rechtschreibung verdrängten das Niederdeutsche zunehmend aus dem öffentlichen und privaten Sprachgebrauch, das weiterhin in eine Vielzahl räumlich begrenzter Dialekte ohne überdachende Schriftsprache zersplittert war. Dennoch blieb Niederdeutsch bis in das 20. Jahrhundert die vorherrschende Umgangssprache auf dem Lande. In der Gegenwart hat sich Niederdeutsch noch in den Küstengebieten der Ost- und Nordsee als Zweitsprache im Alltag erhalten. In den anderen Regionen tritt an die Stelle der verlorenen Umgangssprache allenfalls das Bewusstsein eines niederdeutschen Kulturgutes, das es in seiner historischen Vielfalt und Besonderheit zu bewahren gilt, um so die regionale Identität des Einzelnen in einer globalisierten Welt zu stärken.
EAN: 9783849503802
ISBN: 3849503801
Untertitel: Vom Niedergang des Niederdeutschen. Paperback.
Verlag: tredition
Erscheinungsdatum: März 2013
Seitenanzahl: 100 Seiten
Format: kartoniert
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