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Goethe als Chemiker


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September 1998

Beschreibung

Beschreibung

Mit 78 Jahren bekannte Goethe: "Die Naturwissenschaft, besonders die Chemie, ist so lebendig, daß man auf die angenehmste Weise wieder jung wird."

Daß Goethes Beschäftigung mit der Chemie sich nicht auf alchimistische Salonexperimente beschränkte, belegt diese ungewöhnliche Biographie zum Goethe-Jahr 1999.

Georg Schwedt folgt den Spuren des Chemikers Goethe in dessen Werken, Briefen, Tagebüchern und naturwissenschaftlichen Schriften. Das erstaunliche Ergebnis: Goethe war auch in der Chemie seiner Zeit weit voraus. Er förderte nicht nur die Entwicklung der Chemie als eigenständige Wissenschaft. Er experimentierte auch selbst, und die Aktualität seiner Ansätze ist durch moderne Untersuchungen bestätigt.

Goethe und die Chemie: eine wahrhaft spannende Verbindung. Georg Schwedt beschreibt sie ausgesprochen interessant und unterhaltsam. Chemiker und Goethe-Liebhaber können sich auf eine ebenso anregende wie informative Lektüre freuen.

Inhaltsverzeichnis

Annäherung an den Natur(er)forscher Goethe.- 1 Die Chemischen Experimente Des Jungen Goethe.- Student in Leipzig.- Alchemistische Experimente im Elternhaus.- Goethe in Straßburg.- Die Reise in das Elsaß und nach Saarbrücken.- Literatur zu
Kapitel 1.- 2 Geochemische Ansichten und Reisebilder.- Goethes erste Harzreise im Winter 1777.- Besuche in der Baumannshöhle bei Rübeland.- Einfahrt in das Erzbergwerk Rammelsberg.- Im Mineralienkabinett des Apothekers Ilsemann in Clausthal.- Die Reise in die Schweiz 1779.- Zweite und Dritte Harzreise 1783 und 1784 -geognostisch und geochemisch.- Die Reise nach Italien 1786 bis 1788.- Von Karlsbad zum Brenner.- Die Besteigungen des Vesuvs.- Geologisch-Chemisches auf Sizilien.- Rückkehr nach Neapel und die Flammen des Vesuvs.- Goethe und der Ilmenauer Bergbau.- Neptunismus versus Plutonismus.- Erdbrände, Naturfeuer und Glutspuren in Böhmen.- Geochemisches über die "Zinnformation".- Goethes Bekenntnisse zur Geognosie - aus dem ungeschriebenen Roman der Erde.- Literatur zu
Kapitel 2.- 3 Die "Chemischen Anfangsgründe" in Weimar.- Der Hofapotheker Bucholz.- Goethes chemische Berater Siewer, v. Einsiedel und Büttner.- Die Chemie im 18. Jahrhundert.- Phlogistontheorie und antiphlogistische Chemie.- Göttling in Weimar - der spätere erste Chemieprofessor in Jena.- Der Hofapotheker Hoffmann.- Der Physiker Seebeck.- Alexander Scherer in Weimar.- Redaktion eines chemischen Journals im Schloß Belvedere.- Johann Schweigger und sein Journal.- Literatur zu
Kapitel 3.- 4 Die Chemie An Der Universität Jena.- Die Chemie vor Göttling.- Göttling als Chemieprofessor in Jena (1789-1809).- Johann Wolfgang Döbereiner.- Osann - ein bedeutender Schüler Döbereines.- Das chemische Laboratorium.- Döbereiners Stöchiometrie.- Die Pharmazeuten und Chemiker Goebel und Wackenroder.- Literatur zu
Kapitel 4.- 5 Chemikerbesuche und Goethes Angewandte Chemie.- Bei Goethe zu Besuch: Berzelius und seine Schüler.- Ferdinand Friedlieb Runge zu Besuch in Jena.- Bei den Gmelins in Tübingen und Göttingen.- Goethe bei Lichtenberg in Göttingen.- Angewandte Gaschemie - Goethe und die Luftballone.- Leucht-und Wassergas.- Zu Besuch in chemischen Fabrik Fikentscher in Marktredwitz.- Kunckels Glasmacherkunst.- Chemische Balneologie.- Die Dunsthöhle zu Pyrmont.- Die Schwefelquellen von Bad Berka.- Die Silberprobe zu Ilmenau.- Persischer Stahl.- Verzuckerung von Stärke.- Literatur zu Kap. 5.- 6 Das Stoffliche in Goethes Farbenlehre.- Zur Entstehungsgeschichte der Farbenlehre.- Zur Geschichte der Farbenlehren - Vom Philosophen Aristoteles bis zum Chemiker Ostwald.- Die Chemiker im historischen Teil der Farbenlehre - vom Altertum bis in das 17. Jahrhundert.- Chemiker des 18. Jahrhunderts im II. historischen Teil der Farbenlehre.- Goethes Farbenlehre in der Brockhaus Enzyklopädie -1838 und 1968.- Die Farbenlehre im "Handwörterbuch der Naturwissenschaften".- Gottfried Benn und Werner Heisenberg zu Goethes Farbenlehre.- Chemische Farben.- Grundlegende Definitionen.- Anorganische Pigmente, Pflanzenfarben und Tinten.- Färbetechniken und Bleichkunst.- Notizen zu den Pflanzenfarben.- Versuche zum mineralischen Chamäleon.- "Versuche mit der Berliner Lauge und den Metallkalken".- Zur Farbenchemie des Silbers und seiner Verbindungen.- Literatur zu Kap. 6.- 7 Chemisches in Goethes Dichtungen.- Cagliostros Stammbaum in der "Italienischen Reise".- Kosmetische Chemie im Roman "Wilhelm Meister".- Die Wahlverwandtschaften und die chemische Affinitätslehre.- Göttlings chemisches Probierkabinett.- Die Chemie des Doktor Faustus.- Literatur zu
Kapitel 7.- 8 Biographien.- Bibliographie.- Monographien.- Spezielle Literatur zum Thema "Goethe und die Chemie".- Personenregister.- Bildnachweis.

Innenansichten

Portrait

Georg Schwedt, geb. 1943, studierte Chemie in Göttingen und promovierte an der Universität Hannover. Im Anschluss übernahm er eine Abteilungsleitung am Chemischen Untersuchungsamt Hagen, habilitierte sich 1978 in Analytischer Chemie an der Universität Siegen, und wurde, nach einer Professur für Analytische Chemie in Göttingen, Direktor des Instituts für Lebensmittelchemie und Analytische Chemie der Universität Stuttgart. Von 1987-2006 war er Professor für Anorganische und Analytische Chemie an der TU Clausthal. Seit seiner Emeritierung ist er an der Universität Bonn tätig. Georg Schwedt entwickelte das Schülermitmachlabor SuperLab und ist mit seinen zahlreichen Experimentalvorträgen u. a. zur Lebensmittelchemie bundesweit bekannt. Zweimal wurde er vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Förderprogramm Wissenschaft im Dialog ausgezeichnet. Er ist Autor zahlreicher Sach- und Lehrbücher.

Pressestimmen

Aus den Rezensionen:
"Pionier. Goethe und die Naturwissenschaften - Sprache und Gefühl treffen auf Neugier und Forschergeist. Der Autor, Professor der Chemie, studiert und zitiert Goethes gesammelte Werke und Schriften, Tagebücher und Briefe bis hin zu seinen eigenen naturwissenschaftlichen Texten. ... Die Zitate sind dabei genauso frisch und anregend zu lesen, wie sie vom Autor klug ausgewählt und in ihre Zeit historisch eingeordnet sind. Fazit: ein ganz anderer, neuer Blick auf die Geschichte der Chemie." (http://www.kno.de)
EAN: 9783540643548
ISBN: 3540643540
Untertitel: 23 Abbildungen.
Verlag: Springer-Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: September 1998
Seitenanzahl: VIII
Format: gebunden
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