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Die Sonne scheint uns


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gebunden
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Juli 2004

Beschreibung

Beschreibung

Eine große deutsche Hafenstadt. Vier Männer und eine Frau sind in einem leerstehenden Fünfziger-Jahre-Hochhaus eingeschlossen. Der mysteriöse Gabor Cziffra, Pate des Viertels am Salzhafen, in dem seit längerem ein Mörder umgeht, hat die fünf mit der Suche nach einer rätselhaften Sonne beauftragt. Aus dem Gebäude, an dessen Stelle bis zu seiner Zerstörung im zweiten Weltkrieg ein "Museum der Weltmirakel" stand, muss sie geborgen werden, denn der Abriss des maroden Hauses steht kurz bevor ... Georg Klein erzählt von unheimlichen Dingen - und lotet aus, inwieweit die Beschäftigung mit Vergangenem bekömmlich ist. Nach seinem Agentenroman "Libidissi" und seiner Detektivgeschichte "Barbar Rosa", beide als Ereignis gefeiert, spielt er nun mit dem Genre des Horrorromans - um es mit einer Sprache von beispielloser Schönheit, Musikalität und Bildkraft sogleich wieder zu sprengen.

Portrait

Georg Klein, 1953 in Augsburg geboren, veröffentlichte unter anderem die Romane «Libidissi», «Barbar Rosa» und «Sünde Güte Blitz» sowie die Erzählungsbände «Anrufung des Blinden Fisches» und «Von den Deutschen». Für seine Prosa wurden ihm der Brüder-Grimm-Preis und der Bachmann-Preis verliehen; für den 2010 erschienenen «Roman unserer Kindheit» erhielt er den Preis der Leipziger Buchmesse.

Im Herbst 2013 erscheint «Die Zukunft des Mars», Roman.

www.devries-klein.de

Pressestimmen

Die Welt ist ein Mirakel. Wüssten wir das auch, wenn es keine Schriftsteller wie Georg Klein gäbe?
Für uns Normalverbraucher wäre ein abbruchreifes Hochhaus in einem Hafengebiet bloß ein Schandfleck, der bald beseitigt gehört. Im Leben nicht kämen wir auf die Idee, darin herumzustolpern und nach einem kultischen Gegenstand zu suchen, nur weil uns ein geheimnisvoller Greis damit beauftragt hat.
Und wir kämen auch nicht in die Verlegenheit, diesen Auftrag mit anderen seltsamen Gestalten zusammen auszuführen. Wahrscheinlich ist dies der Grund, warum wir überhaupt noch leben. Denn es liegt doch auf der Hand, dass da etwas faul ist und nicht gut gehen kann. Und siehe da: am Ende des Buches sind ein paar Leute tot, und schlauer als vorher ist man auch nicht.
Wir können uns bestenfalls an einen Traum erinnern, an einen sprachlich überreichen, vor lauter inneren Bezügen und aberwitzigen Anspielungen überladenen Traum, den wir aber kaum noch zusammenbekommen und den wir - beim Frühstück dazu aufgefordert - nur mit Mühe hervorstottern. Da war etwas, so viel ist klar: Es ging um eine Sonne, um einen alten Kühlschrank, es war dunkel und dreckig, und es ging um viel Geld, und die Nazis waren irgendwie auch dabei. Schließlich löste sich das Ganze, die letzten Bilder spielen auf dem Dach - aber richtig zuende war es damit nicht.

Wie schade, dass man kein Schriftsteller ist und dass einem die Worte nicht gegeben sind, so eine Sache zu erzählen. Aber zum Glück gibt es Georg Klein.

© Andreas Reikowski

EAN: 9783498035228
ISBN: 3498035223
Untertitel: Empfohlen Ab 16 Jahre. Lesebändchen.
Verlag: Rowohlt Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Juli 2004
Seitenanzahl: 224 Seiten
Format: gebunden
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