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Die Teufelskicker 02. Eine knallharte Saison


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September 2005

Beschreibung

Beschreibung

Fußballverbot für Niko! Und das vor den entscheidenden Pokalspielen! Die Teufelskicker sind entsetzt. Nikos Schulleistungen müssen unbedingt besser werden, denn nur dann darf er wieder auf den Platz. Zum Glück bietet sich Rebekka, die Klassenstreberin, als Nachhilfelehrerin an und erreicht bei Nikos Vater eine Aufhebung des Verbots. Gegen tägliches, knochenhartes Schultraining! Dagegen sind die Pokalspiele der reinste Spaziergang!

. Fußballserie mit Witz und Tempo von Frauke Nahrgang
. Zeitgleich erscheinen Europa die gleichnamigen Hörspiele

Portrait

Frauke Nahrgang, geb. am 25.7.1951 in Stadtallendorf/Hessen, lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern auch heutenoch dort. Nach der Schule studierte sie zuerst in Kassel, dann in Gießen für das Grundschullehramt. Als Grundschullehrerin arbeitet sie seit 1976 und unterrichtet am liebsten Schulanfänger. Im Unterricht begann sie Texte für Erstleser zu verfassen und entdeckte so den Spaß am Schreiben. Seit 1987 schreibt sie Kinderbücher.§Die Anregungen dazu findet sie in der Schule und bei ihrer Tochter und ihrem Sohn. Frauke Nahrgang treibt in ihrer Freizeit gerne Sport und ihr besonderes Interesse gilt dem Umweltschutz.

Leseprobe

Wow, was f'r eine herrliche Flanke von Alex! Die Burgw'er haben es ihm allerdings wieder mal besonders einfach gemacht. In ihrer Abwehr klaffen riesige L'cher. So hatte Alex alle Zeit der Welt, Niko mit einem Zuckerpass zu verw'hnen. Der wird sich jetzt gleich mit einem Treffer zum 10 zu 0 bedanken.
Moritz rei' schon mal die Arme hoch. Auch beim Jubeln immer der Erste sein. Leider auch der Einzige!
Das gibt es doch nicht! Aus drei Metern trifft Niko das Tor nicht. H'ert haushoch dr'ber! Ein Kunstst'ck, das auch nicht jeden Tag gelingt.
Ach, egal! 9 zu 0 oder 10 zu 0, bei einem Pokalspiel kommt es ja nicht aufs Torverh'nis an. Nur der Sieg z't. Und der ist l'st schon gebongt. Aber Niko nimmt den Fehlschuss wohl trotzdem schwer. Mit Bleif''n trottet er Richtung Mittellinie. Ein Bild des Jammers! Da bekommt sogar der Burgw'er Keeper Mitleid und versucht, ihn mit einem kleinen Geschenk aufzumuntern. Sein Absto'landet genau auf Nikos R'cken. Niko muss sich nur umdrehen, ein paar Schritte gehen und - zack!
Aber was ist blo'los mit dem Kerl? Pennt der, oder was? Zum Gl'ck ist Serkan hellwach. Ehe die Burgw'er kapieren,was los ist, kommt er angerauscht, schnappt sich das Leder und geht allein damit aufs Tor. Der Keeper kommt nur halbherzig raus. Locker schiebt Serkan die Kugel an ihm vorbei. Da ist das 10 zu 0! Was f'r ein Festtag! Alle st'rzen sich auf Serkan. Sogar Mehmet verl't seinen Kasten,um den Torsch'tzen zu feiern. Wohl auch, um
sich selber ein bisschen Abwechslung zu verschaffen. Bis jetzt hat der Torh'ter von Blau-Gelb n'ich einen ausgesprochen langweiligen Nachmittag verlebt.
Nur einer jubelt nicht mit - Niko. M'rrisch l't er hin'ber in die eigene H'te. G'nnt er Serkan den Treffer nicht?
Unsinn, das passt nicht zu Niko. Egal wer die Tore schie', Hauptsache es sind blau-gelbe Tore. So lautet das Motto des Mannschaftskapit'.
Heute sind besonders viele blau-gelbe Tore gefallen. Moritz hat allein drei Buden gemacht. Sogar Catrina hat
einmal getroffen. Das ist sehr ungew'hnlich. Catrina ist eine knochenharte Verteidigerin, die meistens in der Abwehr genug zu tun hat. Aber die Angreifer der Burgw'er sind so harmlos wie eine Kompanie Pl'schhasen. Deshalb hatte Catrina Zeit genug, sich selber in die Torj'rliste einzutragen. Nur Niko ist beim Sch'tzenfest leer ausgegangen. Und wenn Moritz es sich recht 'berlegt: Das ganze Spiel ist irgendwie an ihm vorbeigelaufen. Wahrscheinlich ist er deshalb so sauer.
Aber was soll's? Jeder erwischt mal einen schlechten Tag. Niko wird sich bald wieder einkriegen. Sp'stens bei der Siegesfeier nachher in der Kabine.
Die Burgw'er beim Toransto' eine der wenigen Gelegenheiten, bei der sie auch mal in Ballbesitz sind. Aber auch diesmal k'nnen sie sich nicht lange daran erfreuen. Noch zwei Ballber'hrungen, dann hat der Schiedsrichter genug und pfeift die einseitige Begegnung ab.
'Jaaaaa! Siiiiiieg!', qu' es vom Rand. Enes! Er ist Mehmets kleiner Bruder und ein hoffnungsvolles blaugelbes Nachwuchstalent, au'rdem der treueste Fan der Mannschaft. St'rmisch umarmt er einen anderen Zuschauer. Der hat M'he, bei dem Gezappel und Gestrampel des Kleinen das Gleichgewicht zu halten: Moritz' Gro'ater. Grinsend l't Moritz hin, befreit ihn und klatscht mit Enes ab.
Der Gro'ater hebt den Daumen. 'Zehn Tore! Das ist ein prima Polster f'rs R'ckspiel.'
Moritz seufzt. 'Opa! Wir sind doch nicht im UEFA-Cup. Pokal, verstehst du? Da gibt es kein R'ckspiel.'
'Nicht?', fragt der Gro'ater unsicher. Er ist noch nicht lange Fu'allfan. Genau genommen erst seit ein paar Wochen. Da sind Moritz und seine Mutter bei ihm eingezogen. Vorher hatte der Gro'ater von Fu'all keinen Schimmer. Oft genug hat er sich deshalb schon bei seinen Kegelbr'dern blamiert. Inzwischen hat Moritz die Sache in die Hand genommen. Jeden Samstag bei der Sportschau gibt er ihm Fu'allnachhilfe. Und siehe da, der Gro'ater ist gelehrig. Sicher wird er die Sache mit dem Pokal auch bald begreifen. Sp'r, wenn
Moritz Zeit hat, es ihm genauer zu erkl'n. Jetzt muss er schleunigst in die Kabine. Sonst verpasst er noch die Siegesfeier.
'Wir pr'ntieren den neuen Spielstand!' Catrina. Sie spielt den Stadionsprecher. 'Blau-Gelb?' 'Zeeeehn!', kommt die vielstimmige begeisterte Antwort. 'Burgwald?' 'Nuuuull!' 'Danke!' 'Bitte!'
Alex zieht die Schuhe aus und schl' sie rhythmisch gegeneinander. Sofort tun es ihm die anderen gleich. Was f'r ein herrliches Get'se! Eine Wolke aus Fu'ief und rotem Staub breitet sich in der Kabine aus.
Angeekelt verzieht Niko das Gesicht. Komisch, so empfindlich ist er sonst nie. Schon beim Spiel stand er v'llig neben sich. Ist er jetzt vielleicht auch beim Feiern ein Totalausfall?
Catrina merkt nichts von Nikos schlechter Stimmung. Sie r'pert sich bedeutungsvoll. 'O nein!', st'hnt Mehmet und stopft sich die Finger in die Ohren. Aber das hilft nichts, das wei'Moritz aus Erfahrung.
Schon jault Catrina los:
'Blau-gelb, oleeeee!
Wir sind die Sportfreundeeeee.
Wir holen den DFB-Pokal und wir werden Deutscher Meister.'
'Das ist ja schlimmer als ein Gegentor in der Nachspielzeit', beschwert sich Alex.
'Schlimmer als Catrinas gef'rchtete Blutgr'chen', pflichtet Mehmet bei.
'Schlimmer als... als...' Enes m'chte auch etwas beisteuern. 'Na ja, am schlimmsten eben.'
Catrina 'berh'rt alle Bemerkungen und will von neuem loslegen: 'Blau-gelb oleeeee!...'
Da f't Niko grob dazwischen: 'Kannst du nicht mal aufh'ren mit dem bl'den Gewinsel?'
Das wirkt. Catrina verstummt. Verwundert starrt sie Niko an.
Okay, okay, Catrinas Gesang ist nicht gerade ein Ohrenschmaus. Aber muss Niko deshalb gleich so unfreundlich werden? Ein bisschen l'ern, das reicht doch auch. Nach so einem Sieg kann man au'rdem alles ertragen, sogar Catrinas Gedudel. Irgendetwas stimmt nicht mit Niko. Doch ehe Moritz der Sache auf den Grund gehen kann, steckt Norbert den Kopf in die Kabine. Ganz der strahlende Erfolgscoach.
'Leute, h'rt mal her!
Das war ein besonders wichtiger Sieg. Wir sind in der zweiten Runde. Und nun ratet mal, gegen wen es da geht?'
'Doch nicht etwa gegen...'
'Gegen die doch nicht!'
'Doch! Der VfB hat heute Abend in Ilschhausen gewonnen und ist damit unser n'ster Pokalgegner!' Mit diesen Worten verschwindet er wieder.
'Jawoll!'
'Die sollen ruhig kommen!' 'Die hauen wir weg!'
Alex verzieht in gespielter Entt'chung das Gesicht. 'Schade, den VfB wollte ich mir als besonderen Leckerbissen f'rs Endspiel aufsparen.'
'Das Endspiel muss leider ohne den VfB stattfinden', spottet Catrina. 'F'r die ist diesmal in der zweiten Runde Endstation. N'ich gegen uns.'
'Genau!', stimmt Moritz 'berschw'lich zu. 'Wir verpassen den Angebern ein sauberes Aus.'
Herrlich, dass er jetzt so etwas sagen kann. Dabei hat er vor ein paar Wochen noch gar nicht gewusst, dass es den VfB 'berhaupt gibt. Da hat er n'ich noch beim SV Hulstorf oben in Norddeutschland Fu'all gespielt.
Aber dann haben Moritz' Eltern sich getrennt und die Mutter ist Knall auf Fall mit ihm zum Gro'ater gezogen.

EAN: 9783570130018
ISBN: 3570130010
Untertitel: Empfohlen ab 8 Jahre.
Verlag: Bertelsmann Verlag
Erscheinungsdatum: September 2005
Seitenanzahl: 125 Seiten
Format: gebunden
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