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Der spekulative Aristoteles


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geheftet
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August 2010

Beschreibung

Beschreibung

Wer sich mit dem Corpus Aristotelicum beschäftigt, profitiert einerseits von einer Fülle von Interpretationsvorschlagen einer langen Tradition, andererseits halt ihn diese in den Grundlinien einer Interpretation gefangen, die in der Spätantike und im Mittelalter festgelegt worden sind. Wenn es aber gelingt, den Blick aus der Fixierung auf die Substanzmetaphysik zu lösen, dann kann die aristotelische Spekulation über das Sein sichtbar werden. Dieser gemäß heißt sein, dass in einem einzelnen Gewahren gleichsam ein einzelner Punkt im Geflecht der Grundmeinungen einer Welt wirklich, wahr und seiend wird, indem er bemerkt wird. In zwei Beispielen (Metaphysik und Nikomachische Ethik) wird die Wirkung dieser Spekulation bei Aristoteles als Hintergrund konkreter Fragen nachgewiesen. Und hier wird die Relevanz dieser Spekulation für uns heute sichtbar. Wir können lernen, dass die Reflexion auf die Grundmeinungen unserer Welt möglich und notwendig ist; wir können die Einsicht gewinnen, dass die Unterschiedlichkeit der Welten respektiert werden muss - eine Einsicht mit politischen Folgen; und wir lernen hier einen Denkstil kennen, der dem sonst üblichen Behaupten überlegen ist.

Portrait

Prof. Dr. Erwin Sonderegger, geboren 1942, hat das Studium der Alten Sprachen und der Philosophie an der Universität Zürich abgeschlossen. Er promovierte 1983 in Philosophie mit einer Arbeit über Simplikios und habilitierte 1993 über Aristoteles' Metaphysik. Im Jahr 2000 wurde er zum Titularprofessor ernannt.
EAN: 9783826042614
ISBN: 3826042611
Untertitel: Untersuchungen zur Frage nach dem Sein in den mittleren Büchern der Metaphysik und zur Frage nach dem Sein des Menschen in der Nikomachischen Ethik.
Verlag: Königshausen & Neumann
Erscheinungsdatum: August 2010
Seitenanzahl: 196 Seiten
Format: geheftet
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