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Allein erziehen und optimistisch bleiben


€ 14,00
 
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Februar 2004

Beschreibung

Beschreibung

Ob schon immer solo oder nach der Trennung des Partners: Sie erziehen Ihre Kinder allein, geben nie auf, sind den Launen Ihrer Kinder ausgesetzt, respektieren ihre Eigenwilligkeiten und räumen ihnen Freiheiten ein.
Wenn dann wieder einmal Konflikte anstehen und das Selbstbewußtsein angeknackst ist, ist es hilfreich, sich auf einige wenige bewährte Regeln zu besinnen. Diese werden Ihnen ein wenig Luft verschaffen - zum Nachdenken wie zum Planen.
· Beziehen Sie Ihre Kinder in die Organisation des Alltags mit ein.
· Übergehen Sie nicht ihre Gefühle Ihrer Kinder, denn auch sie müssen mit der Situation zurechtkommen.
· Vergessen Sie den kleinen Ärger, klären sie die großen Streitereien so rasch als möglich.
· Schöpfen Sie jeden Tag aus den kleinen und großen Erfolgen Kraft.
· Überfordern Sie sich nicht!
· Schauen Sie nach vorn und handeln dementsprechend.
So können Sie auch besonders konfliktreiche Zeiten gelassener überstehen oder das Eingehen einer neuen Partnerschaft zuversichtlich angehen. Elisabeth Cope zeigt in über zwanzig Beispielen aus dem Alltag von Alleinerziehenden, wie Sie schwierige Situationen meistern. Es kommt nicht darauf an, perfekt zu sein, sondern sich in der Kunst des Möglichen zu üben.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt
Allein erziehen und optimistisch bleiben - Wie geht das?

I. Über die Trennung hinaus - Wie Alleinerziehende ihre neue Rolle bewältigen
Ein Cent macht noch keinen Euro Wie gelingt es der Mutter, ihre Zuversicht zurückzugewinnen? Und morgen geht die Sonne auf Wie mildert der Vater den Liebeskummer seines Sohnes? Zweifel gegen Instinkt Wie geht die Mutter mit ihren ambivalenten Gefühlen um? Haben und Nichthaben Wieso fährt die Mutter nicht aus der Haut?

II. Auf der Suche nach Gelassenheit - Alleinerziehende und die Konfrontation mit der Gesellschaft
Der pubertierende Kaktus- Wie gewinnt die Mutter das Vertrauen ihres Sohnes? Mit Kraft, Charme und Entgegenkommen - Wie erreicht es die Mutter, ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen und anerkannt zu werden? Wie das Leben sich ändert - Wie schafft es der Vater, daß seine Tochter wieder Spaß am Ballett findet? Schmerzlicher Tratsch - Wie soll die Mutter sich in dieser Situation verhalten?

III. Reportagen
Gefühle Beziehungen Egoismus Geheimnis Gedanken Bangigkeit

IV. Scheidungswaisen, das muß nicht sein - Wie sich Kinder in ihren "zwei Welten" zurechtfinden
Stimme des Gewissens - Warum hadert Anabel mit sich? Hochgesteckte Ziele - Wie wird Olaf der Druck genommen? Immer diese Vergleiche - Wie wird die aufgeladene häusliche Stimmung entschärft? Wenn der Geduldsfaden reißt - Wie soll sich die Mutter dem neuen Problem stellen?

V. Allein erziehen und optimistisch bleiben
Der Schulverweis - Wie hilft die Mutter ihrer Tochter, die Krise zu meistern? Diskussionen um nichts und wieder nichts - Wieso platzt dem Vater der Kragen, nachdem er so unendlich viel Geduld mit seinem Sohn hatte? Leiser Hilferuf - Wie verhält sich die Mutter Carmens Reserviertheit gegenüber? Vom Schicksal geschlagen - Wie meistert die Mutter ihre Schicksalsschläge?

Zehn optimistische Punkte

Portrait

Elisabeth Cope ist 1955 in Rio de Janeiro geboren, wuchs in Brasilien auf, lebte und arbeitete in Deutschland, Mexiko, Irland, England und ist jetzt wieder in Deutschland zuhause, wo sie allein mit ihren beiden Kinder (zwölf und 16) lebt. Elisabeth Cope ist Fremdsprachenkorrespondentin im In- und Ausland, Fotografin und Sachbuchautorin.

Leseprobe

Allein erziehen und optimistisch bleiben - wie geht das?

Mit meinem Buch Allein erziehen und optimistisch bleiben möchte ich Alleinerziehende in der alltäglichen Bewältigung verschiedener Familiensituationen unterstützen und in Krisen ermutigen. Ich will Alleinerziehende motivieren, Konflikte erst einmal wahrzunehmen, sie gelassen anzugehen und als das zu betrachten, was sie sind: Aufgaben, die gelöst werden müssen, aber auch lösbar sind!

Sich diesen Herausforderungen optimistisch zu stellen, ist keine Selbstverständlichkeit, denn schließlich wird niemand als Alleinerziehender geboren. Und wer sich dann eines Tages in dieser Rolle behaupten muß, der kann aus ganz unterschiedlichen Gründen in diese Situation geraten sein. Die einen haben sich selbst dafür entschieden und sich von ihrem Partner oder ihrer Partnerin getrennt; einige Frauen haben sich sogar - was weniger häufig und doch nicht selten vorkommt - schon vor oder während der Schwangerschaft entschlossen, ihr Kind allein groß zu ziehen. Andere finden sich in die Rolle des Alleinerziehenden gedrängt, weil sie von ihren Ehefrauen oder -männern verlassen worden sind. Ob aus eigenem oder fremden Entschluß, ob aufgrund von lang gehegten Plänen oder eines Schicksalsschlages, ob als Frau oder Mann - eines ist ihnen allen gemeinsam: Alleinerziehend heißt, die Last der Verantwortung für die Erziehung der Kinder allein zu tragen.

Um sich in die Rolle des Alleinerziehenden hineinfinden zu können, sind erst einmal einige grundsätzliche Hürden zu nehmen. So geht in den meisten Fällen eine Trennung vom bisherigen Lebenspartner voraus. Das bedeutet nicht nur, daß wir uns an den sozialen Wechsel gewöhnen und in aller Regel mit weniger Geld zurechtkommen müssen. Häufig ist auch der seelische Schmerz zu bewältigen, der mit der Trennung verbunden ist; das Selbstbewußtsein ist angeknackst, und vielleicht glauben wir, im Leben gescheitert zu sein.

Den Kindern geht es da nicht viel anders
. Sie fühlen sich im Stich gelassen, wenn die Mutter oder der Vater auszieht, und einige mögen sich sogar dafür verantwortlich machen, weil die Eltern nicht mehr miteinander ausgekommen sind. Viele Kinder schämen sich für die Situation und beneiden Freunde, die in einer "heilen" Familie leben. Manchen Alleinerziehenden fällt es schwer, diese neue Rolle anzunehmen und sich in der Gesellschaft zu profilieren. Anstatt uns jedoch mit unnötigen Fragen zu bombardieren, was wir anders hätten machen können, tun wir besser daran, uns der Situation zu stellen.

"So einfach ist das aber alles nicht", wird die eine oder der andere möglicherweise sagen. Aber je mehr sich Alleinerziehende selbst unter Druck setzen, sich mit der eigenen Nervosität in eine gereizte Stimmung befördern und die anstehenden Schwierigkeiten nicht gefaßt in Angriff nehmen, desto weiter entfernen sie sich von einer möglichen Bewältigung dieser Herausforderungen. Natürlich versetzen eine optimistische Einstellung und ein guter Wille noch keine Berge, sie lösen auch nicht automatisch alle schwierigen Situationen - aber sie helfen zumindest, die Probleme nicht so verbissen anzugehen.

Und das ist mit Rücksicht auf unsere Kinder gerade dann notwendig, wenn der ehemalige Partner nicht ganz aus unserem Leben verschwunden ist, sondern einen Teil des Sorgerechts hat. Dann führen die Kinder zeitweilig ein Pendelleben, und die Sorge um ihr Wohl verpflichtet uns dazu, die alten Zwistigkeiten, die zur Trennung geführt haben, nicht auf dem Rücken der Söhne und Töchter auszutragen. Sich in "zwei Welten" mit ihren unterschiedlichen Wert- und Ordnungsvorstellungen zurechtzufinden, ist für die Sprößlinge nicht einfach, aber sie können darin sehr wohl zufrieden und glücklich leben, vorausgesetzt wir lindern ihren Zwiespalt. Es liegt an uns, den Anforderungen unserer Kinder zu genügen und die Unterschiede beider Haushalte gut miteinander in Einklang zu bringen.

Aber auch wenn wir uns an das Da
sein als Alleinerziehende schon gewöhnt haben, geraten wir oft an die Grenze unserer Belastbarkeit. Dies widerfährt uns vor allem dann, wenn wir neben der Erziehung auch noch Beruf und Haushalt zu bewältigen haben. Alleinerziehende leben stets im Wettlauf mit der Zeit, geben nie auf, dem Streß ein Schnippchen schlagen zu wollen, sind den Launen ihrer Kinder ausgesetzt, umsorgen sie, chauffieren sie von Pontius zu Pilatus, gestatten Sonderwünsche, respektieren Eigenwilligkeiten und räumen Freiheiten ein. Das Wohlergehen der Alleinerziehenden steht und fällt mit dem eigenen Einsatz. Damit dieser nicht einer Aufopferung gleichkommt und ein harmonisches Zusammenleben sichergestellt ist, sehen wir besser davon ab, unser Leben und das unserer Kinder starr zu regeln und straff zu planen.

Alleinerziehende müssen keinen genauen Plan des eigenen Vorgehens verfolgen, um den Traum vom zufriedenen Leben nicht nur zu träumen, sondern ihn erfüllt zu sehen. Übernimmt die Intuition die Hauptrolle, verspricht dies mehr Erfolg als eine von vornherein minutiöse Kalkulation. Und doch müssen wir immer aufs neue den Alltag - allein mit den Kindern - planen und organisieren. Dazu gehört es, Regeln festzulegen und bei uns selbst wie bei unseren Kindern darauf zu achten, ob sie auch befolgt werden. Denn machen wir uns nichts vor: Wir selbst halten nie tagtäglich alle Vereinbarungen ein. Und unsere Kinder lernen dieses Verhalten erst von uns, mit all den Schwierigkeiten und Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Regeln haben etwas mit Verläßlichkeit zu tun, nichts mit Strafen oder Pedanterie. Schauen wir also auf Disziplin, aber seien wir dabei herzlich, humorvoll, gerecht und ehrlich. Wenn wir uns nur ein wenig in Geduld üben und Verständnis zeigen, läßt sich die Kindererziehung durchaus bewältigen, ja gelegentlich sogar meistern, mag es auch nicht immer mit Bravour sein.

Liebe, Zärtlichkeit und Fürsorge gehören zu den Grundbedürfnissen jedes Kindes - andererseits ist i
hnen die Fürsorge der Eltern mitunter unangenehm. Es gibt Kinder, die - ob Teenies oder jünger - erwachsen genug zu sein glauben und deshalb bestrebt sind, sich selbständig um ihre eigenen Interessen und Belange zu kümmern. Sie wollen nicht bemuttert, behütet oder beschützt werden; elterliche Liebe kann zuweilen sehr erdrückend sein. Trotz allem sind sie das unerläßliche Fundament für die Erziehung und lassen sich mit ein wenig Feingefühl zeigen, ohne daß sich die Kinder dadurch eingeengt fühlen.

Eine große Hilfe bei der Bewältigung der Herausforderungen und Konflikte ist die Kraft des positiven Denkens. Mit dieser Strategie werden wir in der Lage sein, dem Leben, wie auch unseren Belastungen, gelassener zu begegnen. Entwickeln wir überdies einen gesunden Ehrgeiz, die Rolle der Alleinerziehenden zu akzeptieren, und motivieren uns, das Bestmögliche aus der Situation zu machen, ist die Erfolgsaussicht groß, die Hindernisse, die sich uns in den Weg legen, zu überwinden, um Hilflosigkeit oder Versagerängste erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Natürlich wäre es naiv zu glauben, eine optimistische Lebenseinstellung und ein guter Wille könnten uns ein sorgenfreies Leben bescheren. Sorgen gehören immer auch zum Leben, niemand ist vor ihnen gefeit. Dennoch, was immer unsere Sorgen sein und wie schwer sie uns drücken mögen, wir sollten ihnen nicht verfallen und uns selbst bemitleiden. Wir werden sie nur abschütteln können, wenn wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen und aktiv die Probleme angehen, die unsere Sorgen verursacht haben.

Eine grundsätzlich optimistische Lebenseinstellung ermutigt uns, an unsere Stärken zu glauben und Vertrauen in unsere Fähigkeiten zu setzen. Für Konfliktsituation gibt es immer verschiedene Lösungsmöglichkeiten, die wir am besten mit Souveränität und Gelassenheit angehen. Es sind die kleinen Fortschritte, die positive Grundeinstellung, die erzielten Erfolge und die gegenseitigen Zugeständnisse, die den Weg z
um Optimisten pflastern.

Zum Gelingen diese Buches haben meine Tochter und mein Sohn wesentlich beigetragen. Für ihre Geduld, ihre Ratschläge und ihr Entgegenkommen danke ich ihnen von ganzem Herzen. Gemeinsam sind wir stark.
Aprecio sua probidade e, novamente, foi uma esplêndida cooperação. Muito Obrigada.

Elisabeth Cope

EAN: 9783608942446
ISBN: 3608942440
Untertitel: Probleme erkennen und Prioritäten setzen. 'Kinder fordern uns heraus'.
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Erscheinungsdatum: Februar 2004
Seitenanzahl: 208 Seiten
Format: kartoniert
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