HUDU

Von Kadern und Kolchosen


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gebunden
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Februar 2007

Beschreibung

Beschreibung

Das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutete für Estland nicht den Beginn einer friedlichen Aufbauzeit. Vielmehr sollte nun die 1941 begonnene Angleichung des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems vollendet werden. Doch in den ländlichen Gebieten verlief die Sowjetisierung viel weniger gradlinig als in den Städten. Die Bauern standen den neuen Machthabern überwiegend ablehnend gegenüber und es fehlte an zuverlässigen Kommunisten, die der Dorfbevölkerung die neue Politik in ihrer Sprache hätten vermitteln können. Pläne, mittels einer Bodenreform einen Keil zwischen Befürworter und Gegner der neuen Ordnung zu treiben, scheiterten nicht zuletzt daran, dass auf die örtlichen Traditionen und geographischen Bedingungen keine Rücksicht genommen wurde, so dass die Politik Moskaus selbst für die Parteifunktionäre vor Ort häufig unverständlich blieb. Die fast vollständige Kollektivierung der Landwirtschaft wurde erst im März 1949 durch die Deportation von über 20.000 Menschen nach Sibirien erzwungen.

Portrait

David Feest ist Koordinator und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB 640 >>Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel<< an der HU Berlin./
EAN: 9783412067069
ISBN: 3412067067
Untertitel: Die Sowjetisierung des estnischen Dorfs 1944-1953. 'Beiträge zur Geschichte Osteuropas'.
Verlag: Böhlau-Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Februar 2007
Seitenanzahl: 535 Seiten
Format: gebunden
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