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Suche nach Büchner - zur Rezeption Georg Büchners am Beispiel von Robert Wilsons "Leonce und Lena"- Inszenierung am Berliner Ensemble (2003)


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November 2007

Beschreibung

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Theaterwissenschaft, Tanz, Note: 1,0, Universität Potsdam (Institut für Germanistik), Veranstaltung: HS Büchner-Rezeption, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit nimmt Robert Wilsons Inszenierung von Georg Büchners Leonce und Lena am Berliner Ensemble zum Anlass die Rezeption Georg Büchners am aktuellen Beispiel zu beleuchten. Dies soll im Folgenden auf drei unterschiedlichen Ebenen geschehen. Zunächst wird die Inszenierung unter Berücksichtigung von Spielplankonzepten und Beobachtungen zu der Inszenierung selbst eingebettet in die aktuelle Spielzeit, der Leser dieser Arbeit soll allgemein in die Materie hineingeführt werden. Im Folgenden werden dann drei Analysekategorien bearbeitet. Herangezogen werden dafür in einem ersten Teil Selbstaussagen zu Interpretationsansätzen und Konzepten von den Machern der Inszenierung, insbesondere von Regisseur und Musiker, womit die Problematik der Inszenierung als Musical diskutiert werden soll. Diese Arbeit vertritt die These, dass die Umwandlung des Stückes in ein Musical dem Text nicht gut getan hat. Dies wird anhand von Beispielen im Text und der Inszenierung zu zeigen sein. Im zweiten Teil der Arbeit werden vier Rezensionen aus verschiedenen Sichtweisen und mit unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben ausgewertet und verglichen, um zu verdeutlichen wie unterschiedlich die Kriterien der Bewertung ausfallen können, und wie weit man sich einem Autor - also Büchner - auf der Bühne annähern, oder von ihm entfernen kann. In diesem Teil sucht die Arbeit ein breiteres Spektrum an Interpretations- und Analysekategorien auf, um deren Vielseitigkeit in Bezug auf ein und dasselbe Stück zu demonstrieren. Im dritten Teil dieser Arbeit soll dann näher auf die Liedtexte von Herbert Grönemeyer eingegangen werden. Es werden mehrere Textinterpretationen vorgenommen, um zu untersuchen, inwiefern sich Grönemeyer mit seiner Sprache im Büchnerschen Text einfügt, wo er ausbricht und wann er mit welchen Mitteln bestimmte Aussagen trifft, die zum Teil aus der Vorlage Büchners entstammen, teils aber auch seine eigene Gedankenwelt widerspiegeln. Betrachtet werden hier wiederum ausgewählte Liedtexte, um auch hier ein breites Spektrum an Interpretationsspielräumen aufzuzeigen. Anhand der interpretatorischen Ansätze zu den Texten Grönemeyers wird dann immer wieder die Verknüpfung mit Büchner und seinem Stück gesucht. Mit diesem letzten Teil soll vor allem illustriert werden, wie sehr man einen dramatischen Text umgestalten und durch eigene Sprachmacht verwandeln kann. Dabei steht immer die Frage im Hintergrund, ob es einem Originaltext zuträglich ist, oder nicht. Ziel dieser Arbeit ist es, die unterschiedlichen Ansätze der Rezeption von Büchners Leonce und Lena in der aktuellen Inszenierung am BE herauszufiltern und diese, ebenso wie Interpretationsspielräume, sichtbar zu machen. Die daraus resultierenden Akzentverschiebungen in der Bewertung des Stückes sollen aufscheinen und kritisch diskutiert werden.

Portrait

Clemens Götze, M.A., geb. in Berlin, studierte Germanistik und Geschichte in Potsdam und Wien, wo er mit einer Arbeit über Thomas Bernhards Autobiographie und Medienpräsenz promoviert. Er ist Mitglied der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft (ITBG). Zahlreiche Publikationen zur Literaturwissenschaft und Geschichte, insbesondere zum Werk Thomas Bernhards und zur österreichischen Literatur.
EAN: 9783638862332
ISBN: 363886233X
Untertitel: 'Akademische Schriftenreihe'. 1. Auflage.
Verlag: GRIN Publishing
Erscheinungsdatum: November 2007
Seitenanzahl: 44 Seiten
Format: kartoniert
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