HUDU

Der Gesang des Coyoten


€ 19,90
 
gebunden
Sofort lieferbar
März 2002

Beschreibung

Beschreibung

GESCHICHTEN ÜBER MEXICO - so facettenreich, geheimnisvoll und schön wie das Land selber.

Christoph Janacs vermittelt in seinen Geschichten einen glaubhaften Einblick in die Kultur und eine große Vertrautheit zu seinen beschriebenen Figuren: Jerónimo erlebt mit seinen Freunden den Día de Muertos - der Tag endet für einen von ihnen tödlich; der Arbeiter Santiago zieht mit seiner Frau vom Norden Mexikos in die Hauptstadt, wo sie in den Slums von einem Wolkenbruch heimgesucht werden, der alles mit sich fortspült; ein Redakteur sieht in Vögeln, die vom Himmel fallen, die Vorboten einer Katastrophe; das Touristenpaar Robert und Doris durchstreift die Randbezirke der ausufernden Mexiko-Stadt und gerät in unheimliche Situationen.

Ein Kaleidoskop des modernen Mexiko.

Die Geschichten sind sehr facettenreicht. Und doch speisen sie sich aus einer gemeinsamen Quelle: einem Land, in dem die uralten Mythen der Azteken und Maya so lebendig sind wie der aktuelle Kampf ums Überleben, eine politische Situation, die zahlreiche Opfer kostet, und - nicht zuletzt - die Landschaft in ihren bizarrsten Ausformungen: einmal ist ihr Gesicht karg, dann wieder üppig, blühend, wuchernd, verschlingend.

Janacs verzahnt die Geschichten kunstvoll ineinander, lässt die Figuren einmal Neben- und ein andermal Hauptdarsteller sein. So entsteht ein Netz von verschiedensten Erlebnissen und Erfahrungen, die aus der Realität oft ins "Magische" und Absurde gleiten. Figuren und Leser werden gleichermaßen in Geheimnisse hineingezogen, durchleben dramatische Wendungen und Höhepunkte, die den Atem stocken lassen.

"Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Man spürt beim Lesen die Liebe des Autors zu Land und Leuten und sein Wissen über Mexiko."

Portrait

Christoph Janacs, geboren 1955 in Linz, Studium in Innsbruck und Salzburg, lebt in Niederalm/Salzburg; Veröffentlichungen von Lyrik, Prosa, Essays und Übersetzungen (aus dem Spanischen und Englischen); Lehraufträge an der Universität Salzburg; diverse Preise, u. a. Rauriser Förderungspreis (1988), Stefan Zweig-Preis (1992), Prosapreis der Städte Hall und Brixen (1999). Zahlreiche Publikationen.

Pressestimmen

Die Texte entführen in ein fremdes, anderes" Land, das voller Widersprüche steckt. Das Lesen wird dabei zum sinnlichen Erlebnis. Der Autor beherrscht die Kunst der anschaulichen Sprache, eine Freude sind seine ungewohnten Vergleiche. Ein anspruchvolles Buch, das zur Begegnung mit Mexiko werden kann."
(Gabriele Reifinger, Bibliotheksnachrichten, Nr. 4/2002)
"Von der ersten Seite an ist spürbar, dass hier ein Mexiko-Kenner und -Liebaber erzählt, der sein Wissen über Geschichte, Kultur und Alltagsleben dieses durch und durch zerissenen Landes nur so aus dem Ärmel schüttelt.
So traditionell und einfach gestrickt die Geschichten einzeln betrachtet auch sein mögen, der Erzähler Janacs ist keinesfalls zu unterschätzen, denn mit Fortdauer der Lektüre entspinnt sich zwischen den Texten ein vielschichtiges Netz an Verweisen.
Dem Autor ist es gelungen, auf unprätentiöse Art ein kenntnisreiches Mosaik des modernen Mexiko zu entwerfen, eine Liebeserklärung mit Vorbehalten."
(Günther Stocker, Neue Zürcher Zeitung)
"Mit unterschiedlicher Schwerpunktlegung spüren Janacs Texte dem Geheimnis Mexikos nach: "Farbe, Gestalt, Geruch und Geschmack" eines Landes werden in intensiven Szenen und Splittern, die die klassische Romanform sprengen, lebendig. Ein Text, der ebenso "aus den Fugen" ist wie das Land, das er thematisiert. Dieser sehr persönliche Zugang des Autors verleiht den Texten Authentizität und Charakter."
(Tiroler Tageszeitung)
"In einem am Nouveau Roman geschulten Stil erzählt der Autor von einer gleichzeitig vertrauten und fremden Welt. Realität, Fiktion und Mythos mischen sich und ergeben ein neues Bild von dem, was wir Wirklichkeit nennen."
(Tip)
"Von den ersten Seiten an wird der Leser buchstäblich gefangengenommen von den überaus spannend und mit viel Kenntnis des Lokalkolorits aufgezeichneten Ereignissen, die sich mit Fortdauer des Buches wie ein Mosaik zu einem farbenprächtigen Portrait verdichten. Der Gesang der Coyoten ist mit viel Liebe zu Mexiko und seinen Menschen geschrieben, der seltene Glücksfall eines Buches, das bei aller schockierenden Realitätsnähe dennoch große Lust auf eine persönliche Begegnung mit diesem Land der Gegensätze macht."
(Bruno Lässer, Vorarlberger Nachrichten)
"Mit seinen Geschichten zeichnet der Autor ein Porträt Mexikos und seiner Menschen."
(Sylvia Engel, Raiffeisenzeitung)
"Janac's Sprache ist einfach und eindringlich, bunt und hart wie die Landschaft im gleißenden Sonnenlicht. Bilder, die sich in der Seele einnisten... Die Spannung wächst mit jeder Erzählung, bis sich der Verdacht zuletzt doch bestätigt: daß es sich hier in Wahrheit um einen Roman handelt, der in sechzehn Episoden erzählt wird. Die verschiedenen Szenen werden scheinbar wahllos aneinander gereiht, bis sie in ihrer Gesamtheit ein wunderschönes Bild abgeben, wie die bunten Glasperlenschnüre, die man in Mexiko überall findet."
(Alice Bohdal, JazzZeit)
"Das eigentlich Besondere an dem Buch sind die Schilderungen der Ereignisse. Zunächst mal wirkt alles ganz normal und durchaus möglich, aber mit einem Mal findet man sich beim Lesen in einer irrationalen magischen Welt wieder, ohne genau sagen zu können, wo nun eigentlich der Übergang ist."
(Verena Knüpfer, www.literature.de)
Seine Geschichten spiegeln eine große Vertrautheit mit der Kultur Mexikos, sie sind glaubwürdig im wahrsten Sinne des Wortes. ... Seine Geschichten sind nicht im Sinne einer klassisch abgeschlossenen Story zu verstehen. Die selben Figuren tauchen in mehreren Erzählungen auf, schreiben ihre Geschichten fort und um, lassen sie in einer anderen Perspektive erscheinen. Damit erzeugt Janacs ein romanähnliches Geflecht, das auf der einen Seite wirklichkeitsnah ist, auf der anderen Seite ins Magische, Mythologische driftet und damit den Geist Mexikos gut einfängt. Am schönsten sind die Geschichten dort, wo Landschaften und Leute beschrieben werden, da wird die Stimme des Lyrikers Janacs sichtbar, die gekonnt Stimmungen verdichtet und den Leser in ihren Bann zieht."
(Peter Landerl, www.literaturhaus.at)
"Janacs lässt jede Erzählung für sich selbst stehen, gestattet jedoch seinen Figuren einmal als Haupt- dann wieder als Nebendarsteller wiederzukehren. Dadurch entsteht ein Netzwerk von verschiedensten Erlebnissen und Geschichten, welche sich allesamt außergewöhnlich stark vom Land geprägt zeigen. Jede Zeile dieses Buches spiegelt das ausführliche Wissen des Autors über Land und Leute Mexikos wieder."
(Johann F. Janka, www.buchkritik.at)
"Raffiniert verspinnt Janacs die Geschichten, die ebenso für sich stehen können, miteinander, indem er Figuren wie den Herumtreiber "El Loco" gleich in mehreren Geschichten auftreten lässt; einmal in der Haupt-, dann in der Nebenrolle. So eröffnet der Autor einen immer umfassender werdenden Panoramablick auf Mexiko. In bester Shortstory-Manier spielt der Lyriker Janacs seine Stärken aus: Die genaue und fantasievolle Beschreibung von ländlichen wie urbanen Räumen und von menschlichen Verhaltensweisen.
Janacs, der auch schon als Übersetzer aus dem Spanischen tätig war, ist ein Wissender - und das macht sein jüngstes Werk zu einem besonderen Leseerlebnis." (Jürgen Plank, Schreibkraft)
EAN: 9783852183824
ISBN: 3852183820
Untertitel: Mexikanische Geschichten.
Verlag: Haymon Verlag
Erscheinungsdatum: März 2002
Seitenanzahl: 144 Seiten
Format: gebunden
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben