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Wissenszurechnung im Strafrecht


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kartoniert
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September 2006

Beschreibung

Beschreibung

Kann die Strafbarkeit des Täters durch Wissenszurechnung auf Opferseite beeinflusst werden? Christian Wittmann untersucht die Tatbestände § 263 StGB und § 297 StGB. Ausgangspunkt ist die zivilrechtliche Wissenszurechnung. Es zeigt sich, dass deren Wertungen auf das Strafrecht nicht übertragbar sind. Der Autor setzt daher am strafrechtlichen Verantwortungsprinzip an und untersucht von hier aus die Grundkonstellationen, in denen Wissenszurechnung im Strafrecht eine Rolle spielen kann. Allgemein gesprochen geht es sowohl um die Zurechnung des Wissens des Rechtsgutsinhabers als auch um die von Hilfspersonen. Fazit: Das Wissen des Rechtsgutsinhabers begründet dessen Verantwortung für den Taterfolg und schließt die Zurechnung des Erfolgsunrechts zum Täter aus. Nur beim Wissen des Leitungsorgans einer juristischen Person ist in bestimmten Situationen eine andere Lösung geboten. Demgegenüber ist das Wissen von Hilfspersonen nicht geeignet, die Verantwortung des selbst verfügenden Rechtsgutsinhabers zu begründen. Die Grundsätze der zivilrechtlichen Wissenszurechnung sind insoweit nicht übertragbar, zudem stehen strafrechtsspezifische Gründe entgegen. Die Behandlung des § 297 StGB setzt sich kritisch mit der Ansicht des Gesetzgebers auseinander, zwischen Reeder und Schiffsführer werde generell Wissen zugerechnet und kommt zu einem differenzierten Ergebnis.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsübersicht: Einleitung
- 1. Bisherige Ansätze in der strafrechtlichen Literatur: Die Arbeiten Tiedemanns - Der Ansatz von Gössel - Der Ansatz von Kindhäuser - Der Ansatz von Rengier
- 2. Dogmatische Vorüberlegungen: Einleitung, Lösungsansatz und Gang der Untersuchung - Eigenverantwortlichkeitsprinzip und Betrugsdogmatik - Exkurs: Prüfung des Zurechnungszusammenhangs beim Betrug - Zusammenfassung der Vorüberlegungen
- 3. Eigenverantwortliche Selbstschädigung des Rechtsgutsinhabers: Einleitende Bemerkungen und Gang der Untersuchung - Mögliche Anwendungsfälle des Eigenverantwortlichkeitsprinzips - Eigenverantwortliche Selbstschädigung der natürlichen Person - Die Problematik bei juristischen Personen, dargestellt am Beispiel der GmbH
- 4. "Zurechnung des Wissens" von Wissensvertretern (Hilfspersonen)?: Einleitung und Problemstellung; Gang der Untersuchung - Fälle der Täuschung durch aktives Tun - Fälle der Täuschung durch Unterlassen
- 5. Übertragung der zu § 263 StGB entwickelten Grundsätze auf die Wissenszurechnung bei § 297 StGB: Der Schutzzweck des § 297 StGB - Das Tatbestandsmerkmal "Wissen des Reeders oder Schiffsführers" - Zusammenfassung und Ergebnis - Zusammenfassung der Ergebnisse - Literatur- und Stichwortverzeichnis

Portrait

Dr. Christian Wittmann ist Rechtsanwalt in Stuttgart mit Schwerpunkt Medizinrecht, Arztvertragsrecht und Krankenhausrecht.
EAN: 9783428119882
ISBN: 3428119886
Untertitel: Ein Beitrag zur Anwendung der Lehre von den Verantwortungsbereichen im Rahmen der §§ 263 und 297 StGB. 'Schriften zum Strafrecht'. 1. Auflage. 186 S.
Verlag: Duncker & Humblot GmbH
Erscheinungsdatum: September 2006
Seitenanzahl: 186 Seiten
Format: kartoniert
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