HUDU

Zum Fressen gern


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kartoniert
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Januar 2004

Beschreibung

Beschreibung

Haben wir Mitleid mit Tieren oder erblicken wir uns sogar selbst im Tier? Wie kam es, daß die Schlachtung als Teil der Zubereitung aus den Kochbüchern verschwand? Ist die weitgehende Abwesenheit von Tieren in der Öffentlichkeit eine Voraussetzung für die unverhältnismäßige Menge an Kuscheltieren, mit denen heute Kinder wie Erwachsene beschenkt werden? In seiner Kulturgeschichte zur Beziehung zwischen Mensch und Tier beschreibt Bernhard Kathan den Weg von der Ernährungsgrundlage bis hin zum sprachlosen Familienmitglied. Redewendungen, Glaubensvorstellungen und Mythen kehren in Form von Film, Symbol oder Tischsitte wieder. Wenngleich die offen zur Schau gestellte Lust an der Tierquälerei der Frage gewichen ist, ob das Tier eine Seele hat, bleibt beim Anblick desselben eine elementare Unsicherheit zurück. m jeweiligen Tierbild des Menschen spiegeln sich die gesellschaftlichen Brennpunkte einer Epoche. Die Schaffung des unsichtbaren Schlachthofes gilt bei Kathan als Voraussetzung für die scheinbare Vermenschlichung, mit der wir Tieren heute begegnen.¶¶

Portrait

Bernhard Kathan, geb. 1953, lebt als Sozialwissenschaftler, Publizist und Künstler in Innsbruck. Er verknüpft in seiner Arbeit kulturhistorische Studien mit der Analyse von Alltagsphänomenen der Gegenwart. Zuletzt erschien von ihm "Das Elend der ärztlichen Kunst" im Kulturverlag Kadmos.¶¶

Pressestimmen

Scharfsinnig und kenntnisreich bewegt sich der Autor im Spannungsfeld zwischen den beiden extremen Rollen, die der Mensch dem Tier zugedacht hat: Schlachtvieh und Kuscheltier. Mit provokanten und unkonventionellen Ansätzen, aber ohne missionarischen Eifer, wird der Leser mit den Widersprüchen unserer Beziehung zum Tier konfrontiert. ... Ein sehr intellektuelles, spannendes Buch; allerdings nicht ganz leicht zu verdauen. (Tiroler Tageszeitung)¶ Bestechend ist Kathans minutiöse Analyse des modernen Schlachthofs als einer Stätte des erbarmungslosen Tötens, in der das Tier nur noch als Gut zur industriellen Weiterverwertung, aber nicht mehr als fühlende Kreatur behandelt wird. (Stuttgarter Zeitung)¶¶
EAN: 9783931659486
ISBN: 3931659488
Untertitel: Zwischen Haustier und Schlachtvieh. 80 teils farbige Abbildungen.
Verlag: Kulturverlag Kadmos
Erscheinungsdatum: Januar 2004
Seitenanzahl: 256 Seiten
Format: kartoniert
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