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Die zweite Generation: Etablierte oder Außenseiter?


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kartoniert
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Dezember 2003

Beschreibung

Beschreibung

Im Mittelpunkt des Buches stehen Biographien von Jugendlichen ausländischer Herkunft in der Schweiz. Die Auswertung der erzählten Lebensgeschichten zeigt, dass insbesondere das Erlangen einer höheren Stellung im sozialen Raum, aber auch die Suche nach Zugehörigkeit und Anerkennung sowie Erfahrungen von sozialem Ausschluss und Diskriminierung wichtige Themen in den Biographien der zweiten Generation darstellen. Erkennbar wird ein komplexes Ineinandergreifen von sozialen Aufstiegs- und Ausschlussprozessen, das sich je nach sozialem Ort, an dem sich die Jugendlichen befinden, anders gestaltet. Die Analysen der erzählten Lebensgeschichten machen deutlich, wie und durch welche Mechanismen soziale Positionen erlangt, zugeteilt und reproduziert werden. Damit rücken die Fragen ins Zentrum, wie sich "Klasse" und "nationale Herkunft" als Kategorien sozialer Ungleichheit im biographischen Verlauf verschränken und in welchem Verhältnis individuelles Handeln und strukturell bestimmte Möglichkeiten zueinander stehen.

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung.- 1.1 Kontext und Fragestellung der Untersuchung.- 1.2 Aufbau der Arbeit.- I Annäherungen an den Untersuchungsgegenstand.- 2 Zum Begriff der zweiten Generation.- 3 Die Situation der Jugendlichen ausländischer Herkunft in der Schweiz.- 3.1 Historischer und gesellschaftlicher Kontext.- 3.2 Ein kleines statistisches Portrait der zweiten Generation in der Schweiz.- 4 Forschung zur zweiten Generation in Deutschland und in der Schweiz.- II Migration, soziale Ungleichheit und Biographie: Theoretische Zugänge.- 5 Migration und soziale Ungleichheit.- 5.1 Die Thematisierung von sozialer Ungleichheit in der Migrationsforschung.- 5.2 Die Thematisierung der nationalen Herkunft in der Ungleichheitsanalyse.- 5.3 Sozialer Raum und Klassen: Die Kapitaltheorie von Bourdieu.- 5.4 Die Theorie der Etablierten-Aussenseiter-Figuration von Elias.- 5.5 Aussenseiter im sozialen Raum: Perspektiven der Zusammenfuhrung von kapital- und figurationstheoretischer Ungleichheitskonzeption.- 6 Biographie, Struktur und Handlung.- 6.1 Entstehung und Fragestellungen der Biographieforschung.- 6.2 Theoretische Konzepte innerhalb der Biographieforschung zur Vermittlung von Struktur und Handlung.- 7 Ungleichheit und Biographie: Fazit und präzisierte Fragestellung.- III Methodologie und Methode.- 8 Erzählungen als Schlüssel zur Rekonstruktion von Biographien.- 8.1 Kognitive Figuren der autobiographischen Stegreiferzählung.- 8.2 Erlebte und erzählte Lebensgeschichte.- 8.3 Jugend und Narration.- 8.4 Folgerungen für die methodische Vorgehensweise.- 9 Methode.- 9.1 Untersuchungsanlage und methodisches Vorgehen.- 9.2 Erhebungsmethode: Das biographisch-narrative Interview.- 9.3 Auswertungsmethode: Das fallrekonstruktive Vorgehen nach Rosenthal.- 9.4 Zum Stellenwert von Theorie im fallrekonstruktiven Vorgehen.- IV Empirischer Teil.- 10 Fallanalysen.- 10.1 Nuran: Der Kampf gegen sozialen Ausschluss.- 10.2 Sara: Natürliches Kapital als Mittel zu sozialer Anerkennung.- 10.3 Gianni: Der Rückkehrplan als biographisches Leitmotiv.- 10.4 Sibel: Eingebettet in eine Community.- 10.5 Natascha: Ausbalancieren von Zielen und Möglichkeiten.- Intermezzo: Carmen und die Selbstverständlichkeit eines privilegierten Lebens.- 10.6 Eric: Die Biographie eines selfmade man.- 10.7 Ali: Ein erfolgreicher Aussenseiter.- 10.8 Sonja: Das Aneignen und Gestalten der eigenen Biographie.- 11 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse.- 11.1 Kapitalausstattung der Jugendlichen ausländischer Herkunft in der Schweiz.- 11.2 Mechanismen des sozialen Ausschlusses.- 11.3 Migrationsspezifische Bedingungen.- 11.4 Die soziale Mobilität der zweiten Generation.- 11.5 Der Umgang mit geringen Ressourcen und sozialem Ausschluss.- 11.6 Die Bedeutung sozialen Kapitals im Leben der Jugendlichen ausländischer Herkunft.- 11.7 Biographische Ressourcen der zweiten Generation.- 12 Schlusswort.- Literatur.

Portrait

Anne Juhasz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Soziologischen Institut der Universität Zürich und am Institut de Sociologie de l'Université de Neuchâtel.
Eva Mey ist wissenschaftliche Projektleiterin an der Hochschule für Soziale Arbeit Luzern.
EAN: 9783531141015
ISBN: 3531141015
Untertitel: Biographien von Jugendlichen ausländischer Herkunft. 2003. Auflage. Book.
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum: Dezember 2003
Seitenanzahl: 364 Seiten
Format: kartoniert
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