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Paradies auf Erden?


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kartoniert
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März 2008

Beschreibung

Beschreibung

Die Inselwelt des Südpazifiks übt seit ihrer Entdeckung durch spanische und portugiesische Seefahrer im 16. Jahrhundert eine anhaltende Faszination auf uns Europäer aus. Authentische Reiseberichte und fiktive Texte ließen schon das Europa der Aufklärung glauben, man habe mit den Südsee-Insulanern ein Volk gefunden, das im Zustand natürlicher Unschuld und vollkommener Glückseligkeit lebe - die Südsee schien das verloren geglaubte Paradies auf Erden zu sein. Diese Zuschreibungen setzten sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte fort, sie verfestigten sich zu einem vielzitierten "Südsee-Mythos". Die Verfasserin analysiert die Transformations- und Wirkungsgeschichte des Mythenkomplexes "Südsee" in der deutschen Literatur, wobei drei Schlüsselphasen im Zentrum der Betrachtung stehen, nämlich ein vorkolonialer Zeitraum (1780 bis1820), die Kolonialzeit und ein postkolonialer Zeitraum ab den 1980er Jahren. Ausgehend von den authentischen Reiseberichten Louis Antoine de Bougainvilles und Georg Forsters werden unter anderem Zachariaes Epos "Tayti oder die glückliche Insel" (1777), E.T.A. Hoffmanns Briefnovelle "Haimatochare" (1819), "Paitea und Ilse von Erich Scheurmann (1919), Robert Müllers "Inselmädchen" (1919), Lorenz Schröters "Venuspassage" (2001) und "Reisen im Licht der Sterne" von Alex Capus (2005) interpretiert.
EAN: 9783826038341
ISBN: 3826038347
Untertitel: Mythenbildung als Form von Fremdwahrnehmung: Der Südsee-Mythos in Schlüsselphasen der deutschen Literatur. 'Epistemata Literaturwissenschaft'.
Verlag: Königshausen & Neumann
Erscheinungsdatum: März 2008
Seitenanzahl: 245 Seiten
Format: kartoniert
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