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Theodor Mommsen und Friedrich Althoff


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Januar 2012

Beschreibung

Beschreibung

Der Briefwechsel zwischen dem Althistoriker Theodor Mommsen (1817-1903) und dem Ministerialbeamten im preußischen Kultusministerium Friedrich Althoff (1839-1908) ist ein herausragendes Zeugnis der Wissenschafts-, Bildungs-, Universitäts- und Sozialgeschichte des Deutschen Kaiserreiches. Mommsen und Althoff prägten über zwei Jahrzehnte die preußische und deutsche Wissenschaftslandschaft; sie betrieben im nationalen Interesse Wissenschaftspolitik und verhalfen den deutschen Universitäten zu Weltruhm. Die Korrespondenz, die sich durch ihre Themenvielfalt und Intensität auszeichnet, ermöglicht wie keine zweite Einblicke in das "System Althoff" und die Wissenschaftspolitik des Wilhelminismus.

Portrait

Theodor Mommsen, geboren am 30. November 1817, stammte aus einem Pfarrhaus in Garding/Südschleswig. Nach Privatunterricht und Gymnasiumsbesuch in Altona studierte er in Kiel. Ein Stipendium ermöglichte ihm 1844-47 einen Italienaufenthalt, den er für ausgiebige epigraphische Studien nutzte. Danach engagierte er sich 1848 als Zeitungsredakteur für die Sache Schleswig-Holsteins. Im gleichen Jahr wurde er auf ein juristisches Extraordinariat in Leipzig berufen. Seine publizistischen Attacken auf die sächsische Regierung, die das Parlament aufgelöst hatte, trugen ihm 1851 die Entlassung aus der Professur ein. 1852 erhielt er eine Professur in Zürich. 1854 wurde er auf eine ordentliche Professur für Römisches Recht in Breslau berufen, mit der ein Lehrauftrag für Römische Geschichte verbunden wurde. 1858 wurde er zur Förderung des von ihm seit langem verfochtenen Projekts einer umfassenden Sammlung aller lateinischen Inschriften (Corpus Inscriptionum Latinarum) als hauptamtliches Mitglied der Berliner Akademie bestellt, 1861 zudem zum Professor an der Berliner Universität ernannt.§Mommsen ist einer breiten Öffentlichkeit durch seine "Römische Geschichte" (1852-54, 1885) ein Begriff geworden, die in einer bewusst modernisierenden Weise die politischen und sozialen Fragen der eigenen Gegenwart reflektierte. Mommsen verstand sich jedoch primär als Jurist und Philologe, dessen Aufgabe es war, die objektiven Zeugnisse der Antike ans Licht zu holen.§Neben seinen vielfältigen wissenschaftlichen Arbeiten hat Mommsen 1863-66 für die Fortschrittspartei, 1873-79 für die Nationalliberalen Mandate im Preußischen Abgeordnetenhaus wahrgenommen, 1881-84 ein Reichstagsmandat für die (von den Nationalliberalen abgespaltene) "Sezession". §1902 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Theodor Mommsen starb am 1. November 1903 in Charlottenburg.

Pressestimmen

"eine Fundgrube zur Wissenschafts- und Kulturgeschichte des Kaiserreichs", Jens Bisky, in Süddeutsche Zeitung, 5. Juni 2012
''Die Editionstechnik bei diesem Briefwechsel ist ebenso sachgerecht wie sorgfältig. Eine kenntnisreiche Einleitung der Herausgeber rundet das Bild einer Edition ab, die wissenschaftsgeschichtlich weiterführend ist und als Verdienst für die Forschung gewertet werden muss.'' Das Historisch-Politische Buch, Heft 6/2012


EAN: 9783486701043
ISBN: 3486701045
Untertitel: Briefwechsel 1882-1903. 'Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts'.
Verlag: Gruyter, de Oldenbourg
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Seitenanzahl: VIII
Format: gebunden
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