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Praxisleitfaden Kleintierassistenz - Bd. 2


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Juni 2005

Beschreibung

Beschreibung

Ein gut eingespieltes Operationsteam ist das A und O für den Erfolg in der Chirurgie. Dieser Leitfaden liefert das notwendige Wissen und viele Tipps aus dem klinischen Alltag, um die Aufgaben optimal zu bewältigen. Die Autoren vermitteln Grundlagenwissen zur Anästhesiologie, unterschiedlichen Narkoseformen und Narkoseüberwachung unter Berücksichtigung tierartlicher Besonderheiten. Ausführlich behandeln sie die Operationshygiene, die eigentliche Operationsassistenz, Wundverschluss, Wundbehandlung und Verbandslehre. Das Buch bietet neueste Erkenntnisse aus der Wundheilung für das moderne OP-Management. Basiswissen zur Ersten Hilfe und zum Notfallmanagement machen den Leitfaden zu einem wichtigen Begleiter für den Bereitschaftsdienst.

Inhaltsverzeichnis

1;Inhalt;6 2;Autoren;7 3;Abkürzungsverzeichnis;8 4;Bildnachweis;10 5;Vorwort;11 6;Geleitwort;12 7;1 Anästhesiologie;14 7.1;1.1 Schmerz Schmerzausschaltung Analgesie;15 7.2;1.2 Lokalanästhesie;16 7.3;1.3 Sedation;23 7.4;1.4 Narkose;25 7.5;1.5 Narkoseüberwachung;61 7.6;1.6 Narkoseprobleme;72 7.7;1.7 Narkosenachsorge;77 7.8;1.8 Narkose beim Kleinsäuger;79 7.9;1.9 Narkose beim Vogel;83 7.10;1.10 Narkose bei Reptilien;85 7.11;1.11 Narkose beim Welpen;88 8;2 Operationsvorbereitung;92 8.1;2.1 Vorbereitung zur Operation;93 8.2;2.2 Vorbereitung des Patienten zur Operation;96 8.3;2.3 Vorbereitung des Operationsteams;98 9;3 OP-Assistenz und Wundverschluss;112 9.1;3.1 Die chirurgische Naht;113 9.2;3.2 Klammergeräte;123 9.3;3.3 Ligaturclip;124 9.4;3.4 Gewebekleber;124 9.5;3.5 Chirurgische Nähnadeln;125 9.6;3.6 Handhabung von Nadeln und Einfädeln von Nahtmaterial;127 9.7;3.7 Instrumente für den Wundverschluss;127 9.8;3.8 Instrumentenpflege;131 10;4 Wundbehandlung und Verbandslehre;140 10.1;4.1 Allgemeines;141 10.2;4.2 Wunde und Wundheilung;141 10.3;4.3 Verbandfunktionen;149 10.4;4.4 Verbandstoffe;151 10.5;4.5 Das Verbinden;174 10.6;4.6 Spezialverbände;177 11;5 Erkennung und Beurteilung von Notfällen Erste Hilfe;188 11.1;5.1 Einteilung der Notfälle;189 11.2;5.2 Beurteilung aus der Sicht des Klienten;189 11.3;5.3 Erste Hilfe;190 12;6 Notfallausrüstung und Intensivpflege;194 12.1;6.1 Umgang mit der Notfallsituation;195 12.2;6.2 Notfallausrüstung und -apotheke;196 12.3;6.3 Venenverweilkanüle;205 12.4;6.4 Venenkatheter;207 12.5;6.5 Intraossärer Zugang;211 12.6;6.6 Thoraxdrainage;214 12.7;6.7 Harnblasenkatheter;218 12.8;6.8 Sondenernährung (Methoden der künstlichen Ernährung);222 12.9;6.9 Bluttransfusion;233 13;7 A-B-C-D-Schema der Reanimation;244 13.1;7.1 A = Atemwege;245 13.2;7.2 B = Beatmen;246 13.3;7.3 C = Circulation, Kreislauf;247 13.4;7.4 D = Drugs, Medikamente;248 14;8 Internistische Notfälle;250 14.1;8.1 Nasenbluten/Epistaxis;251 14.2;8.2 Insektenstich;251 14.3;8.3 Hitzschlag;252 14.4;8.4 "Anfälle";252 14.5;8.5 Koma, allgemein;253 14.6;8.6 Vestibuläres Syndrom;254 14.7;8.7 Enzephalopathie, Leberkoma;254 14.8;8.8 Lungenödem;255 14.9;8.9 Felines Asthma;255 14.10;8.10 Akute Stauungsinsuffizienz;256 14.11;8.11 Pankreatitis;256 14.12;8.12 Ikterus;257 14.13;8.13 Urämie;258 14.14;8.14 Akute Gastritis;259 14.15;8.15 Akuter Durchfall;259 14.16;8.16 Dystokie;260 14.17;8.17 Eklampsie;261 14.18;8.18 Diabetogenes Koma;261 14.19;8.19 Hypoglykämie;262 14.20;8.20 Morbus Addison;263 14.21;8.21 Vergiftungen;263 15;9 Chirurgische Notfälle beim Kleintier;270 15.1;9.1 Erkennen und Beurteilen von Notfällen;271 15.2;9.2 Notfälle im Kopf- und Halsbereich;271 15.3;9.3 Notfälle im Wirbelsäulenbereich;280 15.4;9.4 Notfälle im Brustbereich;281 15.5;9.5 Notfälle im Bauchbereich;282 15.6;9.6 Harnapparat;288 15.7;9.7 Gynäkologische Notfälle;290 15.8;9.8 Verletzungen von Haut und Muskeln;293 15.9;9.9 Knochenbrüche und Verrenkungen;295 15.10;9.10 Blutungen;299 16;Literatur und Lesevorschläge;300 17;Abbildungen;302 18;Stichwortregister;314

Leseprobe

6.3 Venenverweilkanüle (S. 192-193)

Venenverweilkanülen sind unverzichtbare Hilfsmittel bei der Behandlung vieler Erkrankungen von Kleintieren. Sie schaffen einen sicheren peripher-venösen Zugang für wiederholte Medikamentengaben, Transfusionen, Infusionen venös applizierbarer Infusionslösungen sowie für wiederholte Blutabnahmen.

Die sachgerechte Anwendung und Pflege von Venenverweilkanülen erlaubt eine mehrtägige Nutzung und damit eine Schonung anderer peripherer Venen für den Notfall.

Beim Kleintier werden hauptsächlich folgende Venenverweilkanülen eingesetzt:

Flügelkanülen (sog. Butterfly-Kanüle)
Kurze Kunststoffkatheter mit eingeschobener Punktionskanüle aus Stahl

Venenverweilkanülen werden für die Punktion oberflächlich unter der Haut gelegener peripherer Venen benutzt (V. cephalica, V. saphena, ggf. Ohrvene beim Kaninchen).

6.3.1 Flügel- oder Butterfly-Kanülen

Flügel- oder Butterfly-Kanülen bestehen aus einer kurzen stählernen Punktionskanüle mit angeschweißtem Kunststoffschlauch, an dessen Ende sich ein Luer-Lock-Ansatz befindet. Am Kanülen-Schlauch-Übergang sind flexible Kunststoffflügel als Führhilfen angebracht. Die Außendurchmesser der Kanülen reichen von 0,4 mm bis 1,2 mm. Die Stichlänge ist entweder konstant 19 mm (z. B. Vasuflo, Ecoflo, Vertrieb: z. B. Heiland) oder variiert in Abhängigkeit vom Kanülendurchmesser von 10 mm bis 20 mm (z. B. Venofix, Vertrieb: z. B. Heiland).

6.3.2 Venenverweilkanülen

Kurze Kunststoffkatheter mit eingeschobener Punktionskanüle aus Stahl (Venenverweilkanülen) haben einen farbkodierten Innendurchmesser von 0,9 mm bis 2,2 mm (22G bis 14G) und eine Länge von 25 mm bis 50 mm. Es gibt sie mit Zuspritzventil (z. B. Vasofix Braunüle, B. Braun) und ohne Zuspritzventil (z. B. Vasocan Braunüle, B. Braun). In Abhängigkeit von der Venengröße und der erforderlichen Durchflussrate finden bei kleine
n Haustieren v. a. 22G- (blau), 20G- (rosa) und 18G- (grün) Kanülen Anwendung (Abb. 6.1).

6.3.3 Vorgehen

Nach Schur und Desinfektion der Punktionsstelle wird die mittels einer Stauschlinge oder mit einem Finger gestaute Vene punktiert, und zwar in einem möglichst flachen Winkel. Bei Punktionserfolg ist Blut sofort in der Kapillare und im Bereich des durchsichtigen Blutfängerstopfens sichtbar. Der Kunststoffkatheter wird zunächst noch 3 4 mm zusammen mit der Punktionskanüle in die Vene vorgeschoben, um sicherzustellen, dass auch die Spitze des Verweilkatheters innerhalb des Venenlumens liegt. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Kunststoffkanüle paravenös zu liegen kommt. Erst bei sicherem Sitz wird die Kunststoffkanüle allein weiter vorgeführt, wobei die Stahlkanüle etwas zurückzuziehen ist. Aufstellbare Flügel bzw. Griffplatten am Kathetersystem einiger Modelle erleichtern die sichere Platzierung.

Eine zurückgezogene Stahlkanüle darf man nicht in den Kunststoffkatheter zurückstecken, da dieser abgeschnitten werden und eine Katheterembolie hervorrufen kann!

Flexible Flügel werden heruntergeklappt und durch Biegen der anatomischen Form des Punktionsortes angepasst. Der Katheter wird mit zirkulären Textilklebebandstreifen an der Haut sicher fixiert. Nach Entfernen der Stahlkanüle kann der Kunststoffkatheter bei längerfristiger Unterbrechung einer Infusion mit einem passenden, farbgleich kodierten, sterilen Mandrin oder bei kurzfristiger Unterbrechung mit einem sterilen Stopfen mit/ohne Zuspritzmöglichkeit (z. B. IN-Stopfen, Combi-Rot-Stopfen, B. Braun) verschlossen werden. Die vorherige Injektion einer Heparin- Kochsalz-Lösung (12 I.E. Heparin auf 1 ml Kochsalzlösung) verhindert die Bildung von Blutgerinnseln im Katheter.

Bei längerfristiger Unterbrechung einer Infusion sollte ein Braunülen- Schutzverband angelegt werden, um ein Benagen und Herausreißen des Katheters durch den Patienten zu verhindern. Nö
tigenfalls wird diese Maßnahme durch einen Halskragen ergänzt.
EAN: 9783877066980
ISBN: 3877066984
Untertitel: Operationsassistenz. 106 Abbildungen und Tabellen.
Verlag: Schlütersche Verlag
Erscheinungsdatum: Juni 2005
Seitenanzahl: 256 Seiten
Format: gebunden
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