HUDU

Online gegen Print


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kartoniert
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Mai 2004

Beschreibung

Beschreibung

Wie stark trifft die deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften die Konkurrenz des Internets? Wie entwickeln sich deren Online-Geschäfte?
Ein Team an der Universität St. Gallen hat dazu 200 Experten in Deutschland, Österreich und der Schweiz in einer Delphi-Studie befragt. Ergänzend wurden exemplarisch zehn journalistische Online-Angebote von Bild, FAZ, Spiegel und Anderen analysiert sowie die Stellenmärkte in Print- und Online-Medien untersucht.
Die Experten verheißen den Print-Medien eine schwierige Zukunft: In einem sich verschärfenden Wettbewerb sagen sie ihnen weitere Marktanteilsverluste voraus. Die Auflagen von Publikumszeitschriften würden in acht Jahren um fünf, die von Tageszeitungen um zehn Prozent zurückgehen. Gravierende Einbußen werden den Zeitungen auch auf dem Werbeanzeigenmarkt prognostiziert. Am stärksten betroffen seien die Stellen- und Automobilanzeigen, die in überregionalen Tageszeitungen in acht Jahren um etwa die Hälfte schrumpfen sollen. Diese Prognosen werden durch eine Analyse der bisherigen Entwicklung des betreffenden Stellenanzeigenmarktes gestützt. Von den Autoren der Studie werden diese Einbrüche allerdings weniger der momentanen Konjunktur als einem tiefgreifenden Strukturwandel in der Medienlandschaft zugeschrieben.
Die befragten Experten gehen andererseits davon aus, dass sich journalistische Online-Angebote in einigen Jahren fest im Kanon der Medien etabliert haben werden. In vier Jahren würden bereits die Hälfte aller 14- bis 49-Jährigen regelmäßig diese Angebote nutzen. Dabei entwickeln sich hybride Textformen, die informative und unterhaltende, kritische und flapsige Elemente verbinden.

Portrait

Peter Glotz war Direktor am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen.

Pressestimmen

"Der Band trägt dazu bei, die Verlage wachzurütteln: Die Sprengkraft des Bandes liegt in einer nüchternen und - für das Verlagsmanagement - vernichtenden Analyse, die belegt, dass der Zug für die Zeitungen längst abgefahren ist; Rubrikenmärkte in Zeitungen seien eine >aussterbende Art<. Die Studie liefert empirische Nachweise dafür, dass der Einbruch auf dem Anzeigenmarkt wesentlich durch das Abwandern von Inserenten ins Internet zu erklären ist: >Verlage haben das Anzeigenmedium zunächst ignoriert und sich dann, als der Erfolg der Onlinebörsen unübersehbar wurde, aus Angst vor der Kannibalisierung des Printgeschäfts nur halbherzig engagiert.<"
Message
"Nach den Delphi-Vorhersagen wird sich das Internet fest im Kanon journalistischer Medien etablieren, wobei im Jahr 2010 rund ein Drittel der Nutzung auf mobilen Endgeräten erfolgen soll. Mit einem hohen Wachstum rechnen die Experten auch bei Multimedia-Inhalten. In einigen Punkten kam es jetzt schon schlimmer als für 2010 prognostiziert: Die Stellenanzeigen in der überregionalen Tagespresse sind seit 2002 erneut um weit mehr als 30 Prozent eingebrochen. Die zwei Beiträge zu den Rubrikenmärkten belegen, dass hier der Zug für die Zeitungen schon längst abgefahren ist."
Publizistik
"Der Band ist als eine Frühwarnung zur Vorbereitung auf eine neue Medienlandschaft zu verstehen."
SWS Rundschau
Das Buch bietet einen allgemeinen Überblick, analysiert aber auch zehn journalistische Online-Angebote. Grafiken und Diagramme sorgen für Anschaulichkeit, einführende Kurz-Essays für den Gesamtüberblick. (pressesprecher 04/2004)
Die Branche sollte das Buch als wichtigen Denkanstoß wahrnehmen. (BJV-Report, 04/2004)
Eine höchst aufschlussreiche Studie mit vielen auch im Detail spannenden Erkenntnissen über die >Bedrohung Internet< für die Printmedien [.]. (Stiftung Lesen, 09/2008)
EAN: 9783896694430
ISBN: 389669443X
Untertitel: Zeitung und Zeitschrift im Wandel.
Verlag: Uvk Verlags GmbH
Erscheinungsdatum: Mai 2004
Seitenanzahl: 240 Seiten
Format: kartoniert
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