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Kann es heute noch "gerechte Kriege" geben?


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Juli 2008

Beschreibung

Beschreibung

In Zeiten von Massenvernichtungswaffen, terroristischen Angriffen, Vertreibungen und Völkermord - wie könnte eine Weiterentwicklung der "Lehre vom Gerechten Krieg" heute aussehen?

In den Zeiten des Kalten Krieges hielten viele die traditionelle "Lehre vom Gerechten Krieg" für überholt. Völkermorde und Vertreibungen am Ende des 20.Jahrhunderts führten jedoch zu einer Relativierung dieser Einschätzung.
Was sind die Bedingungen für eine moralisch begründete "humanitäre Intervention"? Wer darf auf der Grundlage welcher Verfahren, Entscheidungen über die Zulässigkeit von Kriegen treffen? Gibt es eine adäquate Weiterentwicklung der "Lehre vom Gerechten Krieg" - und wie könnte diese aus­sehen? Darauf geben die drei Preisschriften unterschiedliche Antworten:
Daniel Meßelken zeigt, dass gegenwärtige Veränderungen in der Kriegsführung die Anwendbarkeit der Kriterien der klassischen "Lehre des Gerechten Krieges" nicht prinzipiell ausschließen.
Nach Oliver Hidalgo lässt sich die Verletzung sittlicher Prinzipien, die mit jedem Krieg verbunden ist, jedoch weder ethisch begründen noch semantisch bemänteln. Philosophische Reflexion zwingt zu dem Eingeständnis, dass es aus dem ethischen Dilemma des Krieges niemals ein moralisch korrektes Entrinnen gibt.
Christoph Henke fordert schließlich, die "Lehre vom Gerechten Krieg" auf der Grundlage des vorhandenen Kriegsvölkerrechts zu modernisieren und zu erweitern.

Portrait

Herausgeber und Beiträger
Christian Starck, geb. 1937,
em. Professor für öffentliches Recht an der Georg-August-Universität Göttingen und Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen; 1991-2006 Richter des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs.

Daniel Meßelken, geb. 1977, studierte Politikwissenschaft, Philosophie, Frankreichstudien in Leipzig und Paris. Zurzeit Doktorand und Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes an der Universität Leipzig.

Oliver Hidalgo, geb. 1971, studierte Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft, Recht und Kommunikationswissenschaft an der Universität München. Zurzeit Akademischer Rat a.Z. der Universität Regensburg und Lehrbeauftragter an der Hochschule für Philosophie München.

Christoph Henke, geb. 1975, Studium der Rechtswissenschaft in Münster und Rechtstheorie in Brüssel. Nach Tätigkeiten als Rechtsanwalt und Richter ist er seit Juli 2006 hessischer Referent für Völkerrechtsverträge am Bundesjustizministerium in Berlin.

Pressestimmen

»Alle drei Abhandlungen sprühen von Geist und sind sehr lesenswert. Jede ist für sich ein wissenschaftlich-stilistischer Leckerbissen.«
(Michael Kilian, Die Öffentliche Verwaltung, Juli 2009, Heft 14)
EAN: 9783835302617
ISBN: 3835302612
Verlag: Wallstein Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: Juli 2008
Seitenanzahl: 162 Seiten
Format: kartoniert
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