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Geschichtliche Grundbegriffe 1 - 8


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September 2004

Beschreibung

Beschreibung

Das achtbändige Lexikon »Geschichtliche Grundbegriffe« (Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Hrsg. von Otto Brunner, Werner Conze und Reinhart Koselleck, 1972 - 1997) gilt als eines der international bedeutendsten interdisziplinären Standardwerke zur Geschichte historischer Begriffe.
Führende Wissenschaftler vieler Fakultäten (u. a. Ernst-Wolfgang Böckenförde, Hans Ulrich Gumbrecht, Reinhart Koselleck, Christian Meier) untersuchen die zentralen Leitbegriffe der politisch-sozialen Welt: die tradierten vorrevolutionären Termini wie »Gesellschaft« und »Staat« oder die Neologismen wie »Kommunismus«, »Faschismus«oder »Antisemitismus« und schließlich die erst in und durch die Moderne zu Begriffen aufrückenden Vokabeln wie »Klasse«, »Bedürfnis«, »Fortschritt«und »Geschichte«.
Dabei werden die weit über 100 ausgewählten Termini darauf befragt, wie sie sich im Laufe der Französischen und der Industriellen Revolution zu politisch-sozialen Leitbegriffen auskristallisieren und unser heutiges historisches Bewußtsein durchdringen konnten. Ja, man könnte so weit gehen, ohne diese Schlüsselbegriffe der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Organisation gebe es kein Geschichtsverständnis im modernen Sinn. Denn die leitende Prämisse der »Geschichtlichen Grundbegriffe« lautet: Geschichte schlägt sich in bestimmten Begriffen nieder und wird in ihnen überhaupt erst zur Geschichte.

Leseprobe

Aus der Einleitung zum Begriff Ideologie

Der Ideologiebegriff gehört nicht zu jenen Begriffen, deren Ursprung und erste Entwicklungsphase bereits vor der Neugestaltung des alteuropäischen politisch-sozialen Begriffs- und Kategoriesystems liegt. Charakteristisch für ihn ist vielmehr, daß er in der Zeit dieses Umbruchs und ihrer tiefgreifendsten historischen Umwälzung, der Französischen Revolution, geprägt wurde. Dabei hatten seine Schöpfer, die sog. französischen Ideologen, nur den Namen für eine neue, von ihnen entworfene Wissenschaft bilden wollen. Daß der Ideologiebegriff dann seinen philosophisch- unpolitischen Sinn verlor und zu einem polemisch verwendeten Schlagwort wurde, verdankt er Napoleon und der politischen Publizistik, vor allem der ersten Hälfte des 19. Jh. Dort wird er zu einem Kampfbegriff in verbalpolitischen Auseinandersetzungen, als der er mindestens zum Teil bis heute bekannt ist. Von dort übernehmen ihn auch Marx und Engels und geben ihm eine spezifische Bedeutung ...

EAN: 9783608915006
ISBN: 3608915001
Untertitel: Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland.
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Erscheinungsdatum: September 2004
Seitenanzahl: 9000 Seiten
Format: kartoniert
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