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Der Griff nach der Deutungsmacht


€ 34,00
 
kartoniert
Noch nicht erschienen
März 2004

Beschreibung

Beschreibung

Wenn historische Ereignisse Vergangenheit sind, beginnt der Streit um ihre Deutung. In den s"kularisierten Gesellschaften der Moderne spielt Geschichte eine wichtige Rolle bei der Stiftung nationaler und kultureller Identit"t und bei der Legitimation politischer Herrschaft. Geschichtsbilder können unter diesen Bedingungen gro e historische Wirkungen entfalten. Wer über historische Deutungsmacht verfügt, übt daher mittelbar auch politischen Einflu  aus. Die Geschichte wird zu einem Kampffeld verschiedener Deutungseliten, die danach streben, ihre Sicht der Vergangenheit durchzusetzen, um so den Handlungsraum und das Selbstverst"ndnis ihrer politischen Gemeinschaft zu beeinflussen. Diesem "Griff nach der Deutungsmacht" spüren der Berliner Historiker und Publizist Heinrich August Winkler und zehn Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts nach. In klar und anschaulich geschriebenen historischen Essays werden geschichtspolitische Instrumentalisierungen, mythische aberhöhungen und rituelle Inszenierungen von Schlüsselereignissen der deutschen Geschichte erörtert. Dabei stehen Themen im Vordergrund, die bei der Diskussion um Geschichtspolitik bisher weniger stark beachtet wurden als die nationalsozialistische Diktatur und der Holocaust. In den Essays werden die Nachwirkungen des Drei igj"hrigen Krieges, die Erinnerung an die Napoleonischen Befreiungskriege, das Erbe der Revolution von 1848, das Gedenken an die Reichsgründung von 1870/71 und der lange Schatten der gescheiterten Weimarer Republik behandelt. Immer geht es dabei auch um das politisch-kulturelle Selbstverst"ndnis der Deutschen und ihrer Nation.

Portrait

Heinrich August Winkler, geb. 1938 in Königsberg, studierte Geschichte, Wissenschaftliche Politik, Philosophie und Öffentliches Recht. Er habilitierte sich 1970 an der Freien Universität Berlin und war zunächst dort, danach von 1972 bis 1991 Professor in Freiburg. Seit 1991 ist er Professor für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Veröffentlichungen u.a.: "Weimar. Ein Lesebuch zur deutschen Geschichte 1918-1933" (1999); "Der lange Weg nach Westen" (2000).

EAN: 9783892447108
ISBN: 3892447101
Untertitel: Zur Geschichte der Geschichtspolitik in Deutschland.
Verlag: Wallstein Verlag GmbH
Erscheinungsdatum: März 2004
Seitenanzahl: 267 Seiten
Format: kartoniert
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