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Ödipus, Tyrann von Sophokles


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kartoniert
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November 2010

Beschreibung

Beschreibung

"An erster Stelle kommt Heiner Müller. Ich habe die Antike über Heiner Müller entdeckt, durch seine Bearbeitungen und Übersetzungen. Müller hat die Gabe, diese Steine, diese Geröllmasse der Geschichte zu bewegen, sie plastisch zu machen." Dimiter Gotscheff "Dimiter Gotscheff steht für ein ästhetisches Verfahren, das von einer Eigengesetzlichkeit der Kunst, von der Autonomie ästhetischer Zeichensysteme ausgeht. Nichts ist ihm so verhasst wie das rein Mimetische, Psychologisierende, die Wirklichkeit Nachahmende. Dies bedeutet nicht, dass er sich für die Realität nicht interessiert doch sucht er sie anders: Gleich einem Maler, der von der Farbe und dem Pinselstrich ausgeht, einem Musiker, der sich auf die Klänge bezieht, macht sich der Theaterregisseur Gotscheff auf die Suche nach einer Geschichte über den Körper, die Sprache, den Raum." Joachim Lux

Inhaltsverzeichnis

Überblick zur Werk- und Aufführungsgeschichte - J. Lux: Dimiter Gotscheff und seine Suche nach dem Körper, der Sprache, dem Raum - O. Gutjahr: Tragödie des (Ge)Wissens. Der Ödipus-Mythos und Ödipus, Tyrann von Sophokles nach der Übersetzung von Friedrich Hölderlin und der Bearbeitung von Heiner Müller in Dimiter Gotscheffs Inszenierung - M. Ostheimer: "Gottes Hand" Von Sophokles' König Ödipus zu Heiner Müllers Ödipus, Tyrann - B. Gerisch: Die Figur des Dritten. Varianten des Ödipalen im Taumel zwischen Dyade und Triade - H. Böhme: Wer wir sind. Ödipus und die Kultur - C. Benthien: Schuldlos schuldig? - W. Rösler: Aristoteles und der schwerwiegende Fehler

Portrait

Sophokles wurde 496 v. Chr. im attischen Demos Kolonos als Sohn eines wohlhabenden Unternehmers geboren. Er genoss eine sehr gute Erziehung und Ausbildung, verkehrte in Intellektuellenkreisen, übernahm bald verschiedene politische Ämter und wirkte im kulturellen und politischen Leben Athens mit.§§Bereits als 25-jähriger gewann Sophokles die Dionysien, ein Wettstreit zwischen Dichtern im Dionysostheater, mit seiner Tetralogie Triptolemos . Auch seine weiteren Stücke wie Antigone , Philoktet und Ödipus wurden zu großen Erfolgen. Von seinem äußerst umfangreichen Werk sind leider nur sieben Tragödien überliefert. Sophokles gilt als Neuerfinder der attischen Tragödie: er führte den dritten Schauspieler ein, die Schauspieler für seine Stücke wurden passend zur Rolle ausgewählt, er erhöhte die Zahl der Chorsänger von 12 auf 15 und integrierte den Chor in das Stück, und außerdem wurde zum ersten Mal die Handlung durch Bühnenbilder verdeutlicht. Durch diese Neurungen wurde das Schauspiel lebendiger, spannender und dramatischer. Erstmals bei Sophokles wird der Mensch als Individuum mit all seinen Fehlern und die Götter nicht mehr nur verehrend dargestellt. Er gilt als Meister der tragischen Ironie, der gedanklichen Tiefe und sprachlichen Ausdruckskraft.§§Im Alter von etwa neunzig Jahren ist Sophokles 406 oder 405 v. Chr. gestorben. Kurz nach seinem Tod wurde ihm zu Ehren eine Statue im Dionysostheater aufgestellt.
EAN: 9783826044885
ISBN: 3826044886
Untertitel: von Sophokles. 'Theater und Universität im Gespräch'.
Verlag: Königshausen & Neumann
Erscheinungsdatum: November 2010
Seitenanzahl: 224 Seiten
Format: kartoniert
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